TUI Mobiler Reisebegleiter für Mallorca

Das nenne ich Timing. Da habe ich vor wenigen Tagen über eine TUI (Leisure Travel) iPhone App geschrieben und jetzt gibt es den Mobilen Reisebegleiter für Mallorca von TUI Deutschland. Das größte deutsche Reiseunternehmen wagt sich in den Mobile Servicebereich und das gleich mit 2 unterschiedlichen Apps.

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Den TUI Reisebegleiter gibt es für Reisende, die im Zeitraum vom 1. August bis 31. Oktober 2009 nach Mallorca fliegen, also genau zur Urlaubszeit. Es ist für TUI ein Testballon, um Erfahrungen im schwer einzuschätzenden Mobile Business zu sammeln.

Das Tool erhält man über eine SMS mit einem Link zu einer mobilen Downloadseite, wenn man in einem Reisebüro der TUI gebucht hat und den Service nutzen will. Man kann aber auch manuell über www.tui-reisebegleiter.de den Reiseplan nachbearbeiten und sich die Handysoftware auf den PC laden (dann natürlich via Kabel oder Bluetooth aufs Handy übertragen!).

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Als herausragende Features sehe ich die Kontaktdaten der Reiseleitung mit Namen, TelNr. und Bild (!) und die Rückrufbitte per SMS. Ich habe es ausprobiert und bekam nach 15 Minuten einen Anruf der TUI. Ich konnte dann der netten Frau am Telefon mein Anliegen äußern (z.B. Zubuchung eines Mietwagens). Dieses Modell könnte ein wichtiger Ansatz in der Verbreitung von M-Commerce sein, d.h. das telefonische Cross-Selling aus einer Mobilen Applikation heraus.

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Weitere Feature sind:

  • Reiseplan (im wesentlichen Hoteldaten)
  • Reisebüroinfos
  • Betreuungsinfos
  • Reisetipps und kleiner Reiseführer
  • Karten in 3 Zoomstufen
  • 3-Tage Wetter
  • kleines Wörterbuch deutsch – spanisch
  • Sicherheitshinweise

Der Mobile Reisebegleiter ist eine Java App und kann über zahlreiche Endgeräte genutzt werden. Die dazugehörige iPhone App soll im August in iTunes erhältlich sein.

Wikitude bietet automatisch POI-Informationen auf dem Handy

Mit dem Marktstart des neuen T-Mobile G1 (Handy mit Google Android) sprießen auch die ersten Reiseanwendungen aus dem Boden. Eine davon ist Wikitude AR, ein mobiler Reiseführer der auf standort-bezogenen Wikipedia Artikeln und Panoramio Photos beruht. Die Artikel und Fotos können, genau wie bei Google Earth für das iPhone, auf einer Karte angezeigt werden.

Mobilizy

Quelle: Mobilizy

Neu ist jedoch, dass die Anwendung neben der Kartenansicht, die Informationen zu einem Point of Interest durch die sogenannte “Augmented Reality” Kameraansicht anzeigen kann. Diese Ansicht ist eine mit Computer-generierten Daten überlagerte Wirklichkeit. Durch GPS wird der Nutzer geortet. Wenn man nun die Kamera startet und sie auf einen bestimmten POI richtet, erscheinen die gewünschten Details dazu direkt auf dem Display, während man noch das Bild zur Sehenswürdigkeit im Hintergrund sieht.

Dieser geniale Ansatz, entwickelt von Mobilizy, einem Salzburger Startup, bietet also eine innovative Informationsansicht und erspart dem Nutzer zusätzlich die manuelle Suche nach Informationen. Dies ist in meinen Augen der nächste Schritt in Sachen Mobile Travel Guides. Da haben es herkömmliche Reiseführer in Buchform wirklich schwer!

Die Anwendung ist bereits in Großbritannien über den Android Market (ähnlich dem iPhone App Store) verfügbar. In Österreich und Deutschland wird Wikitude AR mit den Launch des G1 Handys im ersten Quartal 2009 auf den Markt kommen.

Neuer Merian Scout Navigator mit Reiseführer

Bei Mobile Zeitgeist gefunden und gelesen:

… bringt Merian nun abgespecktere Varianten für 600 und 400 Euro.

Die Frage, die ich mir stelle, ist die, ob Touristen wirklich bereit sind, nicht nur viel Geld auszugeben sondern dann noch mit einem weiteren Gerät im Urlaub herum zu laufen. Ich habe die Vorstellung vorm Auge, wie jemand um den Hals eine Kamera und ein Navigationsgerät hat, während er mit seinem Handy telefoniert.

[…]

Idealerweise hätte ich sogar gern die Reiseführer webbased. Bei den heutigen Roaminggebühren sicherlich etwas, das mich in das Armenhaus bringen würde. Aber letztendlich stelle ich mir einen digitalen Reiseführer so vor, dass ich in dem Moment, in dem ich vor einer Sehenswürdigkeit stehe, dazu Informationen abfragen kann. Und auch erst dann sollten mir Kosten entstehen, also Pay-per-Use. Bei digitalen Reiseführern erwarte ich, dass sie top-aktuell sind, ich sie nur bezahle, wenn ich sie auch nutze und nach der Reise nicht ungenutzt bei mir herumliegen habe.

Dem kann ich nur beipflichten! Zumal das Gerät, wie die meisten Navi-Geräte, nur Deutschland, Österreich und die Schweiz abdeckt. Für jede weitere Destination, z.B. eine Stadt oder Region, werden 30 EUR berechnet. Und wenn ich das auf den Seiten von Merian richtig verstanden habe, ist die Auswahl mit gerade mal 5 Reisezielen eher dürftig.

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