Mehr als eine Million Mobile Bordkarten bei Lufthansa

Rasantes Wachstum verzeichnet die Lufthansa mit ihren Mobilen Bordkarten. Noch vor knapp einem Jahr zählte die Lufthansa 7.000 Nutzer pro Woche und jetzt sind es bereits 30.000. Kumuliert sind das weit über 1 Million (Quelle: XING Firmen-Updates Lufthansa). Das ist ein Wachstum von über 300% innerhalb eines Jahres. Gratulation!

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Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll die Bedeutung von Mobile Travel Services. Der Reisende hat sein Mobiltelefon eh dabei. Also sollte er doch auch gleich damit einchecken und es als Mobile Bordkarte nutzen können, oder?

Iberia mit mobiler Bordkarte

Nun hat auch Iberia u.a. auf deutschen Flughäfen (Barcelona, Madrid, Bilbao, Amsterdam, Stockholm, Düsseldorf, Genf, Prag, Zürich, Frankfurt, München und Berlin) die Infrastruktur für die mobile Bordkarte geschaffen. Auf der Webseite wird sogar ein Video geteasert, was leider nicht mehr online ist 😦

Zum Glück gibt es aber noch eine ausführliche Texterklärung, wie man an die mobile Bordkarte gelangt. Über den Online Check-in auf der Desktop-Webseite kann man am Ende des Prozesses zwischen der Email-Zusendung und dem mobilen Download des 2D-Barcodes entscheiden.

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Quelle: iberia.com

Ich habe auch gleich geschaut, ob über die mobile Webseite iberia.mobi ein Mobiler Check-in möglich ist. Ja, zumindest befindet sich im Hauptmenü ein Link zum Check-in, der allerdings nach zwei Klicks nur noch einen weißen Bildschirm anzeigt 😦

Hier wird wieder einmal klar, dass selbst große Airlines beim Thema Mobile Services schlichtweg überfordert sind. Ich kann nur raten, bei solchen Projekten Spezialisten, die sich mit dem Thema auskennen, einzubeziehen. Eine schlechte Umsetzung führt zur Frustration des Endkunden und zum allgemeinen Image, dass das Mobiltelefon / Smartphone für derart Services ungeeignet ist. Dem ist aber bei weitem nicht so! Eine gute Einstiegslektüre (geschrieben von Experten) findet man hier.

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Austrian Airline sendet Boardkarte auf das Mobiltelefon

Passagiere von Austrian Airlines können ab sofort auf das Ausdrucken ihrer Boardkarte verzichten uns sich diese direkt auf ihr Handy senden lassen. Dieser neue Service ist ab sofort auf allen Austrian Flügen innerhalb Österreichs sowie zwischen Österreich und Deutschland verfügbar.

Beim Online Check-in (www.austrian.com) muss der Nutzer lediglich per Klick bestätigen, dass er die mobile Boardkarte als 2D-Barcode auf das Mobiltelefon gesendet bekommt. Damit können Passagiere am Flughafen direkt zum Gate durchgehen.

Lufthansa mit neuem Release der mobilen Webseite

Mit dem aktuellen Release von mobile.lufthansa.com wurde das Feature “Buchung ohne Anmeldung” integriert, so dass auch Nutzer, die noch kein Online-Profil erstellt haben, nach Flügen suchen und diese dann buchen können.

Nach der Buchung erhält der Kunde wie gewohnt seine mobile Boardkarte, die nun aber direkt mit den Abfluginformationen verlinkt ist. So muss der Nutzer nicht erst seine Flugnummer, den Flughafen oder die Flugroute in die entsprechende Suchmaske eingeben.

iTunes App Store

Quelle: iTunes App Store

Zusätzlich bietet Lufthansa iPhone-Besitzern im App Store den “Lufthansa Launcher”. Diese Applikation speichert die Nutzerdaten des Kunden, so dass sämtliche mobilen Services direkt aufgerufen werden können, ohne dass bei jedem Zugriff eine erneute Eingabe der Daten notwendig ist. Über den Launcher gelangen die Kunden dann direkt zum mobile Check-in, zu den Miles & More Kontoinformationen, in den Buchungsbereich  oder zu anderen mobile Services.

American Airlines führt Mobile Boarding Pass ein

AA.com

Quelle: AA.com

An ausgewählten Flughäfen (Chicago’s O’Hare International Airport, Los Angeles International, John Wayne Orange County) können Fluggäste von American Airlines ab dem 17.11.2008 mit einer mobilen Boardkarte (2D-Barcode) einchecken.

Der Fluggast muss dazu über AA.com einchecken (online oder per Mobiltelefon). Danach wird per E-Mail ein Link auf das Mobiltelefon gesendet, über welchen der Mobile Boarding Pass abgerufen und gespeichert werden kann (vermutlich als Grafik-Datei). Dieser 2D-Barcode kann am Gate eingescannt werden. Wenn der Reisende Gepäck aufgeben möchte, kann er dies u.a. am Self-Service Point tun, indem er ebenfalls seinen Code vom Mobiltelefon aus einscannt.

Während der Einführungsphase kann der Mobile Boarding Pass nur genutzt werden, wenn der Flug für eine Person und als Non-Stop Flug gebucht wurde. Wenn die Testläufe gut verlaufen, werden in den kommenden Monaten weitere Flughäfen den Mobile Check-In anbieten.

Air Berlin wirbt für mobile Boardkarte

biztravel_air-berlin_mobile-boardkarte_klein1Offensichtlich versucht Air Berlin es Lufthansa gleich zu tun. In der aktuellen Ausgabe der BizTravel wirbt die Airline unter dem Motto “Clever geschäftlich fliegen” für seine mobile Boardkarte.

Seit April 2008 können Fluggäste von Air Berlin, die eine deutsche oder österreichische Mobilfunknummer besitzen, mit Ihrem Handy einchecken. Dazu versendet die Airline eine SMS-Anfrage mit Details zum Flug. Der Reisende wiederum bestätigt dies mit einer Textnachricht, in der er die Flugnummer angeben muss (die Sitzplatzpräferenz wird bereits während der Buchung hinterlegt). Danach erhält der Kunde per MMS seine Boardkarte direkt auf das Mobiltelefon. Am Gate wird der Barcode direkt vom Handydisplay über einen Scanner eingelesen.

Reisenden, die zwar kein Mobile Check-In vornehmen möchten, aber eine schnelle Sitzplatzreservierung bevorzugen, bietet Air Berlin die Reservierung per SMS. Auch hier versendet die Airline eine Anfrage per SMS, die vom Fluggast bestätigt werden muss (die Sitzplatzpräferenz aus der Buchung wird berücksichtigt). Die Boardkarte kann wie gewohnt am Air Berlin Check-in Schalter oder am Quick Check-in Automaten abgeholt werden.

Lufthansa – Mobile Boarding am Flughafen London / Heathrow

Lufthansa erweitert sein internationale Streckennetz mit Mobile Boarding Möglichkeiten.

Reisende, die mit Non-Stop-Flügen vom Flughafen Heathrow nach Deutschland fliegen, können mit der mobilen Bordkarte von Lufthansa schneller und bequemer an Bord ihres Fluges gelangen. Der Mobile Boarding Pass lässt sich direkt vom Handy aus mit entsprechenden Lesegeräten am Gate einscannen.

Lufthansa wählte die UK als sogenannten “Key Launch Market” direkt nach Deutschland und startete mit London / Heathrow. Weitere Flughäfen sollen in den nächsten Monaten folgen.

Details zum Mobile Check-In & der mobilen Boardkarte finden Sie hier.

Lufthansa wirbt für Mobile Boading Pass: QR-Code, Bluetooth und Mobile Advertising

Um der breiten Masse die mobile Boardkarte zugänglich zu machen, ergreift Lufthansa nun die ein oder andere Werbemaßnahme.

So wurde bspw. auf dem Titelblatt der Wirtschaftswoche für das mobile einchecken von unterwegs aus geworben. Auf der Seite war zudem ein QR-Code mit Link zur mobilen Webseite zu finden.

Weiterhin startete Lufthansa am Flughafen Düsseldorf eine Bluetooth-Kampagne. Plakate am Gate fordern Reisende auf, Bluetooth an ihren Geräten einzuschalten, um eine Anleitung für den Mobile Service zugesendet zu bekommen.

13.10.2008 – Nachtrag:

Lufthansa hat zeitgleich eine Mobile Advertising Kampagne gestartet. Der Banner, zu sehen auf FTD Mobil, verlinkt auf den Demo-Bereich für den mobile Check-In. Interssierte können sich hier eine Test-Boardkarte per mobile E-Mail oder per SMS-Link auf das Handy senden lassen.

Danke an Stefan für den Hinweis und den Screenshot.

Details zu den Mobile Services der Lufthansa gibts hier.

Einsatz mobiler Technologien bei Airlines bereits ein MUSS?

Nachdem ich heute gelesen hatte, dass im November die Business Aviation World in Frankfurt stattfindet, habe ich mal das Blog, die MTI news und meinen Schreibtisch zu Hause durchforstet, um einen Überblick zu bekommen, was sich dieses Jahr schon alles in Sachen “Mobile” bei den Airlines getan hat. Dabei ist mir Folgendes aufgefallen: Der Einsatz mobiler Technologien im Aviation Bereich scheint bereits ein MUSS zu sein.

Während man noch bis Anfang des Jahres ausschließlich Pressemeldungen über gerade eingeführte Dienste veröffentlichte, änderte sich im Laufe des Jahres der Tenor in einigen Meldungen zu “wir planen die Einführung von”. Da auch weiterhin viele neue Mobile Services gelauncht wurden, scheinen die Airlines diesbezüglich etwas unter Druck zu stehen. Sei es nun, um sich die vorherrschende mediale Aufmerksamkeit bezüglich dieses Themas zu Nutze zu machen oder eben wirklich in Sachen Mobile Services der Konkurrenz in nichts nachzustehen.

Am Beispiel von Qantas:
Im März hatte die australische Airline angekündigt, bis Ende 2008 On Board SMS- und E-Mail-Services zu ermöglichen. Bereits Anfang September gab sie dann bekannt, dass sie die Implementierung der mobilen Boardkarte zu Beginn des Jahres 2009 plant. Sozusagen zwischendurch wurden bereits verfügbare mobile Dienste vorgestellt: SMS-Alert, Mobile Webseite und iPhone optimierte Webseite (eine speziell für BlackBerry-Geräte ist in Planung…) All diese Dienste sind übrigens Teil einer übergreifenden Strategie, der “Qantas’s broader mobile strategy”, was auch zeigt, welchen Stellenwert die Mehrwertdienste mittlerweile bei den Airlines einnehmen.

Solche eindeutigen Trends sind meiner Meinung nach in anderen Bereichen der Touristik noch nicht zu beobachten. Oder irre ich mich da?

Finnair führt Mobile Boarding Pass per MMS ein

airfrance.com

Bildquelle: airfrance.com

Nun fügt sich auch Finnair in die Riege der Airlines mit mobilen Bordkarten ein (Lufthansa, Air Berlin, Air France). Am Flughafen Kopenhagen (CPH) können Finnair-Passagiere, die nur Handgepäck bei sich führen, mit ihrem Mobile Boarding Pass direkt zum Gate durchgehen.

Und so funktioniert’s:
Ähnlich wie bei Air Berlin erhalten die Passagiere mindestens drei Stunden vor Abflug eine SMS von Finnair, in der sie gefragt werden, ob sie mobil einchecken möchten. Diese SMS muss bestätigt werden. Daraufhin erhält der Kunde eine MMS mit der mobilen Boardkarte, die von Scannern am Airport eingelesen werden kann.

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