HRS auf dem iPad

Das iPad ist in Deutschland noch nicht offiziell verfügbar (soll am 28. Mai veröffentlicht werden), da gibt es schon eine iPad App von HRS. Nun könnte man erwarten, dass die iPad App einfach das 2 bis 2,5 fache der HRS iPhone App ist. Aber damit würde man den Einsatzbereich des iPads verfehlen.

Quelle: iTunes

Unserer Meinung nach ist nämlich der Haupt-“Use Case” eben nicht der, dass man das iPad unterwegs nutzt, sondern auf der Couch im Wohnzimmer. Und dort plane ich bspw. Reisen (Warum und wie das iPad die Reisebranche beeinflussen wird, werde ich in einem der nächsten Beiträge diskutieren).

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VERANSTALTUNGSHINWEIS

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Quelle: iTunes

Das HRS Hotel Portal iPad ist genauso konzipiert. Als zentrales Informationsmedium dient neben der bekannten Listendarstellung der verfügbaren Hotels (auch über Coverflow) die beeindruckende Google Maps Karte. Man kann Hotels über den aktuellen Standort, der Freitextsuche oder nach bestimmten Themen finden. Aber viel interessanter ist natürlich das stöbern in der Map.

Quelle: iTunes

HRS ist bislang neben Kayak die einzig namhafte Marke im Appstore fürs iPad. Der Verkauf des iPads ist aber in den USA so erfolgreich, dass eine Flut von Anwendungen für das iPad auch in Deutschland zu erwarten ist, auch und gerade im Reisebereich! Das ist Grund genug für uns, auch über das iPad in diesem Blog zu schreiben, obwohl es nicht unbedingt zu den Mobile Geräten (wie Smartphones) gehört…

Swoodoo: Flug Meta-Suche auf dem iPhone

Nun ist mit der App namens Flugsuche von Swoodoo auch endlich ein deutscher Meta-Searcher für Flüge an den Start gegangen und hat gleich richtig abgesahnt. Vom Start weg (Donnerstag 25.03.) bis heute auf Platz 4 im Appstore in der Kategorie Reise zu steigen, ist erstens bemerkenswert und zeigt zweitens ganz deutlich, dass die User so einen Dienst wollen! Meta-Suche für Hotels und Mietwagen gibt es ja schon, aber die Flugsuche beschränkte sich bislang auf den US Platzhirsch Kayak und auf die diversen Apps der Airlines.

Die App von Swoodoo ist in dreierlei Hinsicht eine herausragende Anwendung. Exzellentes Design, einfache und übersichtliche Bedienbarkeit und gute Performance machen diese App zum Benchmark in diesem Bereich (wir hätten es nicht besser machen können ;-)) Einen kleinen Haken hat die App allerdings. Die Buchung. Wie bei Kayak bietet Swoodoo neben der Telefonbuchung eine Onlinebuchung an. Aber leider führt die Onlinebuchung auf die für PC’s optimierte Webseite des Anbieters, was sich auf dem iPhone als unbrauchbar erweist (zumindest für mich).

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Man hat aber auch hier weiter gedacht, denn es gibt ein kleines Feature, mit dem man sein Suchergebnis per Email weiterleiten und am PC die Buchung beenden kann. Ich bin mir aber auch ganz sicher, dass viele der Anbieter, seien es jetzt die OTA’s oder Airlines (haben es ja teilweise schon!) in absehbarer Zeit mobile Buchungslösungen (als App oder Mobile Webseite) anbieten werden. Diese Tendenz habe ich auch in den zahlreichen Gesprächen auf der ITB wahrnehmen können. Dann wird vielleicht der gesamte Buchungsprozess durchgängig Mobil abbildbar sein…

Zwei neue Hotel Anwendungen für iPhone

Die Anzahl der Hotelanwendungen im Appstore nimmt stetig zu. Ich weiß nicht, ob ich alle installiert habe. Zurzeit zähle ich jedenfalls 24 Apps auf meinem iPhone, die etwas mit Hotelsuche und Buchung zu tun haben. Eine genaue Untersuchung der Apps folgt später. Heute stelle ich kurz zwei neue vor.

Zunächst geht es um eine der bekanntesten Hotelmarken, Hilton. Im Mobile Web ist Hilton bereits mit hilton.mobi vertreten und nun der “große” Schritt in die Welt der mobilen Anwendungen. Nun ja, ein großer Schritt ist das nicht gerade. Hilton ist ein sehr gutes Beispiel einer Tendenz, Webanwendungen in eine iPhone App zu packen.

Meines Erachtens gibt es folgende Gründe für diesen Ansatz. a) Kosten: hat man einmal eine Webanwendung entwickelt, kann man leicht und Kosten schonend mit etwas Anpassung ein App Korsett drum herumbauen. b) Distribution: Eine App erfüllt i.d.R. zwei Funktionen: sie hat einen Nutzwert für den Endanwender und ist ein Vertriebswerkzeug für den Anbieter. Denn wenn eine App in iTunes hochgeladen ist, muss man die URL nicht kommunizieren. Für mich sind Webanwendungen im Korsett einer nativen Anwendung keine echten Apps, mit nur geringem Nutzwert verglichen zu einer echten nativen Anwendung.

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Die zweite Anwendung kommt von dem deutschen Metasuchmaschinen-Portal Travel-IQ. Ähnlich wie die App von Kinkaa oder die von Kayak, sucht die Anwendung (auch im Umkreis des Standortes) verfügbare Hotels von verschiedensten Buchungsplattformen wie hrs.de, hotel.de, booking.com, venere.com, accor.de, opodo.de und vielen mehr.

Während man bei Kinkaa und Kayak die Anwendung verlassen muss, um zu reservieren, kann man in der Travel-IQ App den Buchungsprozess innerhalb der Anwendung (allerdings als eingebettete Webanwendung, Minuspunkt!) den Prozess beenden. Das ist komfortabler als auf eine womöglich nicht mobil-taugliche Webseite verlinkt zu werden. In der App fehlt leider dann das gebuchte Hotel und stornieren kann man es aus der App heraus auch nicht. Großer Pluspunkt ist die Preisvergleichsmöglichkeit sowie die Darstellung auf der Karte. Bin gespannt, wann die Meta-Flugsuche kommt…

Verbesserte Kayak Anwendung im App Store

Kayak hat seine iPhone-Anwendung etwas verbessert. Soweit ich das überblicken kann, ist inbesondere die Einstiegsseite mit einem großen Monatskalender eine der Neuerungen. Hier weicht Kayak vom Apple Standardkalender ab, was zwar die Usability erhöht, aber am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist. Darüber hinaus gibt es jetzt auf den Ergebnisseiten bessere Filter- und Sortierungsmöglichkeiten.

2009-08-kayak-iphone-app

Größter Knackpunkt ist nach wie vor die Buchung. Es gibt 2 Möglichkeiten für Buchungen. Erstens ein “Click to call” wobei hier manchmal keine Nummer verfügbar ist und wenn ja, diese oft für einen direkten Anruf nichts taugt, da die Landesvorwahl falsch kodiert ist.

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Die zweite Möglichkeit ist, wie auf dem Desktop, eine Verlinkung zur Webseite (und die ist nicht mobil) des Anbieters. Ab hier ist die Usability gleich Null! Um das Konzept erfolgreich zu machen, müssten alle Anbieter (Portale und Airline Webseiten) mobile Webseiten betreiben. Das wird kommen, dauert aber wohl noch etwas.

Lufthansa’s Golden Rules of Mobile

In dem von EyeforTravel veröffentlichten neuen Report zum Thema Mobile Technology in Travel beschreibt die Studie zahlreiche sehr interessante Fallstudien von Reiseunternehmen, die Mobile Dienste und Anwendungen gerade umsetzen oder bereits umgesetzt haben, u.a.:

  • Sixt
  • Lufthansa
  • Rearden Commerce
  • Kayak
  • Lonely Planet
  • lastminute.com
  • British Airways
  • Egencia
  • TUI
  • SAS

Die Lufthansa hat hier sehr prägnant “Golden Rules of Mobile” aufgestellt, die sich aus der bislang 8-jährigen Erfahrung mit diesem Thema ergeben. Hier die Erkenntnisse zusammengefasst:

1.) Es braucht Management Attention für die Umsetzung der Mobilen Strategie und Projekte.

2.) Mobile Dienste sind nicht einfach nur die Miniatisierung der eigenen Webseite. Man muss sich Use Cases und deren Anforderungen für seine Mobilen Nutzer genau überlegen und spezifizieren.

3.) Vorhandene Prozesse zur Umsetzung der Mobilen Dienste müssen an die Mobilen Endgeräte angepasst und/oder neu aufgesetzt werden, da sie sich unterscheiden.

4.) Die Bedienbarkeit (usability) ist das A und O: einfach und schnell, optimiert für verschiedene Geräte. Lufthansa betont allerdings, dass nicht für alle verfügbaren Endgeräte im Markt optimiert werden sollte (aus Kostengründen). Smartphones bzw. “high end devices” (ca. 65% der Nutzung kommen bei Lufthansa von BlackBerry und iPhone) stehen nun im Mittelpunkt der Entwicklungen.

5.) Man sollte mit Kernfunktionen beginnen und dann schrittweise neue Funktionen hinzufügen.

6.) Die Endkunden müssen wissen, dass es den Dienst gibt. Mobile Marketing sollte also auf alle Fälle im Budget enthalten sein.

7.) Suchmaschinen als Ergänzung zu Mobile Marketing Kampagnen.

8.) Man sollte Experten (bspw. mvolution) als Berater für die Mobile Strategie und zur Umsetzung der Dienste hinzuziehen.

Diese Regeln können wir absolut unterstützen und führen sicherlich zum Erfolg jeder Mobilen Strategie.

iPhone App von kayak.com

Kayak ist eine der größten Metasuchmaschinen in der Reisebranche. Die Seite indexiert und durchsucht hunderte Online-Portale und Webseiten von Leistungsträgern (Airlines, Hotels, Mietwagen etc.).  Nach der Suche leitet Kayak den Nutzer auf die Buchungsseite des gewählten Anbieters weiter, damit dort die Transaktion beendet werden kann. D.h. auf kayak.com kann man nicht buchen.

Nun bietet Kayak seit wenigen Tagen eine kostenlose iPhone App an, über die man Flüge und Hotels suchen und auch direkt buchen kann. Ja richtig gelesen, im Gegensatz zur Desktop Version kann man über die iPhone App buchen. Am Ende der Suche bietet die App eine Callcenter-Rufnummer des Anbieters an. Das erscheint mir wirklich komfortabel, zumal einige der Rufnummern kostenfrei sein dürften.

Flugsuche

Flugsuche und Buchung über Callcenter-Rufnummer

Stellt sich die Frage, wie Kayak damit Geld verdienen will? Denn die Callcenter Nummer ist die des Buchungsportals und ich kenne bislang keinen Weg, wie man solche Calls “tracken” kann. Ausserdem ist die App noch nicht für den deutschen Markt lokalisiert, d.h. nur in English verfügbar, in Dollar ausgewiesen und die Rufnummern funktionieren aus dem deutschen Mobilfunknetz nicht.

Online buchen könnte man trotzdem, wenn man sich die Mühe macht, über die 480 x 320 Pixel des iPhones den Buchungsprozess auf den Desktop-Webseiten der Anbieter zu beenden. Puuhhh…

Fazit: die App kann man in Deutschland so nicht gebrauchen, aber immerhin ein gutes Benchmark für die deutsche Konkurrenz.

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