DB Touch and Travel ab 2009 in Schleswig Holstein

Die Bahn weitet ab 2009 das Testprogramm für sein eTicketing-Verfahren Touch and Travel auf Schleswig-Holstein aus. Auf der Strecke Lübeck-Kiel sowie im Stadtgebiet Eutin wird das NFC-Verfahren erprobt.

Im Gegenzug zu den Tests in Berlin / Postdam, sind die Tests in Schleswig-Holstein noch in der Pilotphase. Für Testpersonen heißt dass, das sie jederzeit ein gültiges Ticket bei sich führen müssen.

Interessierte können sich als Testpersonen auf touchandtravel.de anmelden.

Nächste Testphase für DB Touch & Travel

Die Bahn

Quelle: Die Bahn

Touch&Tavel, das Mobile Ticketing Verfahren der Bahn, geht in die zweite Pilotphase. Das mTicketing-Verfahren basiert auf der NFC-Technologie.

Während die Testpersonen in der ersten Phase noch parallel ein gültiges Ticket kaufen mussten, findet die nun anlaufende Testphase unter realen Bedingungen statt. Touch&Travel gilt dann als echte Fahrtberechtigungen samt Abrechnung der Fahrten über die Mobilitätsrechnung.

Dazu muss der Nutzer lediglich die Touch&Travel-Taste auf dem von der Bahn zur Verfügung gestelltem Motorola-Handy drücken und das Handy dann an die an Bahnhöfen und Haltestellten aufgestellten Touchpoints halten. Dann wird noch die Klasse auf dem Mobiltelefon ausgewählt und die Anmeldung auf dem Handy bestätigt.

Während der Pilotphase wird die Strecke Berlin – Hannover für den Fernverkehr und Potsdam sowie Berlin im Öffentlichen Personennahverkehr (Bus, S-Bahn, U-Bahn oder Tram) getestet. Unterwegs können Kontrolleure die Daten mit Hilfe eines mobilen Gerätes abrufen.

Die Bahn sucht noch 500 Testpersonen. Interessierte können sich hier anmelden.

Neue Studie zeigt Potenzial für Mobile Services speziell für Geschäftsreisende

Eine aktuelle Studie von Egencia (Tochter von Expedia) besagt, dass deutsche Geschäftsreisende nicht gerade vorausschauend ihre Reise planen. Nur jeder sechste sieht sich im Vorfeld einen Stadtplan an und gerade mal 58 Prozent erkundigen sich über die Verkehrsanbindungen vor Ort.

Mit passenden Mobile Services können Geschäftsreisende genau an diesem Punkt abgeholt werden. Während der Anreise (Bahn oder Flug) können über Mobiltelefone die entsprechende Information eingeholt werden. Hier greifen bspw. schon Dienste wie Google Maps Mobile, Mobile Webseiten oder Applikationen der Bahn und des ÖPNV, so wie andere nützliche Dienste.

Die Studie besagt außerdem, dass ca. 73 Prozent der deutschen Geschäftsreisenden an den touristischen Sehenswürdigkeiten ihres Reiseziels interessiert sind. Wenn sich diese aber vor Reiseantritt nicht die notwendigen Informationen besorgt haben, so können sie dies kurzfristig über das mobile Endgerät tuen.

DB Railnavigator mit neuen Funktionen

Die Handy-Software Railnavigator von der Bahn wurde in der neuen Version um einige nützliche Features erweitert: Abfahrtstafeln für eigene Verbindungen, Zwischenhalte, Pünktlichkeitsprognose, Gleisinformationen und Bahnhofslagepläne.

Abfahrtstafel - Gleisinformation - Bahnhofslageplan

Abfahrtstafel - Gleisinformation - Bahnhofslageplan

Der Download der kostenlosen Applikation erfolgt über die mobile Webseite der Bahn http://mobile.bahn.de. Über die Software können auch Tickets (samt Sitzplatzreservierung) gekauft werden, die der Nutzer anschließend per MMS erhält.

MoMo Frankfurt #2 – Mobile Internal Communication bei der Bahn

Beitrag von Heiko Sasse, Entwicklungsleiter Mobile Endgräte bei der Bahn: Informationssysteme zur Verbesserung der Kommunikation bei Unregelmäßigkeiten

Die Bahn verfügt über eine Plattform namens RIS (ReisendenInformationsSystem). Dieses komplexe System trägt maßgeblich zum verbesserten Informationsmanagement bei. Über unterschiedliche Kanäle werden Soll- und Ist-Daten zusammengetragen, verarbeitet und als aufbereitete Reiseinformationen an die entsprechenden Empfänger verteilt.

Die Ist-Daten, und das war für mich neu, stammen von Zugbegleitern und Triebfahrzeugführern. Dafür werden diese mit mobilen Endgeräten ausgestattet.

Zugbegleiter der Bahn nutzen den sogenannten RIS-Communicator, ein Nokia Smartphone, auf dem eine spezielle Applikation installiert ist.

Screenshot der Applikation auf dem RIS Communicator

Screenshot der Applikation auf dem RIS Communicator

Durch diese Anwendung wird die Kommunikation mit den Zugbegleitern optimiert. Die Informationen des Zugbegleiters (z.B. die Abfahrtszeit am Bahnhof) werden von der Anwendung automatisch in eine verkürzte Form, gebracht, so dass sie problemlos per SMS versendet werden kann. Gleichzeitig werden in dieser kryptischen Form auch Informationen empfangen, von der Software ausgelesen und übersichtlich angezeigt. So sendet die Bahn bspw. Anschlussansagen per SMS an den Zugbegleiter. Die Textnachrichten werden mit einer Kennung übermittelt, so dass die Anwendung auf dem RIS-Communicator diese als solches erkennt, entschlüsselt und automatisch als lesbaren Text anzeigt.

Die Kommunikation per SMS wurde bei Einführung des RIS gewählt, weil die Datenübertragung auch bei geringer Netzabdeckung funktioniert und zum anderen relativ Kosten sparend ist. Zukünftig soll RIS aber auch um GPRS-Datenübertragungsmöglichkeiten erweitert werden.

Die Triebfahrzeugführer sind mit dem RIS-Tf, einem PDA der u.a. GPS-fähig ist, ausgestattet. Durch die darauf installierte Software kann das Gerät weitgehendst selbstständig per SMS kommunizieren, wenn es nicht zur vorgegeben Zeit an einem entsprechendem Punkt angelangt ist.

Die übermittelten Daten des RIS-Communicator und des RIS-Tf gehen zeitnah bei der Transportleitung ein und können mit den Soll-Daten abgeglichen werden. Ergeben sich Veränderungen, werden diese aufbereitet und an folgende Empfänger(-systeme) weitergeleitet:

RIS ist also einerseits ein intelligentes System, welches die Kommunikation mit dem Bahnpersonal vereinfacht und strukturiert. Anderseits ermöglicht es aber auch, aus gewonnen Hardfacts, wie Herr Sasse sie genannt hat, zuverlässige und für den Reisenden verständliche Informationen (z.B. Verspätungsmeldungen) zu machen.

Mit diesen Informationen im Hinterkopf wird sich wohl demnächst jeder mir bekannte Bahn-Nörgler erst ein mal einen Vortrag über die Komplexität solcher Informationssysteme anhören müssen 😉 Ich freu mich schon jetzt darauf!

Vielen Dank noch einmal an Herrn Sasse für den Screenshot.

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