checkmytrip von Amadeus jetzt für iPhone

Die drei großen GDS Amadeus (mit checkmytrip), Sabre (mit Virtually There) und Travelport (mit ViewTrip) betreiben jeder für sich einen Reiseplandienst für Buchungen, die über die GDS gelaufen sind. Nun hat Amadeus für sein Produkt eine eigene iPhone App für das Web-Pendat unter dem Namen CheckMyTrip Mobile Companion veröffentlicht. Sabre hatte bereits in 2009 Tripcase, ein mobiles Reiseplantool, mit dem man nicht nur Sabre-Buchungen organisieren kann, erfolgreich gelauncht. Fehlt also noch eine App von Travelport.

Leider konnte ich die Anwendung nicht testen, obwohl ich mehrere Buchungen von Flügen, Hotels und Mietwagen in meinem travelload Account habe, aber die sind entweder direkt oder über Online Portale gebucht worden. Diese Reisepläne können dann nicht abgebildet werden.

Wer CheckMyTrip Mobile Companion ausprobiert hat, kann mir gerne Feedback schicken.

Appetit auf Mobile Travel Services steigt

Das GDS Unternehmen Sabre stellt in seiner jüngst veröffentlichten Umfrage Global Trends Survey heraus, dass sich die Reiseindustrie gerade in einem Wettrennen um Mobile Services und Dienste nach der Buchung befindet: “Industry Races to Deliver Mobile Applications and Post-Booking Solutions“.

Folgende Feature haben laut Umfrage das stärkste Interesse sowohl bei Geschäfts- als auch Urlaubsreisenden:

  • Flugstatusinformationen (72 %)
  • Wettervorhersagen (68 %)
  • Hotelumgebung auf einer Karte anzeigen (67 %)
  • Flight performance [kann ich nicht interpretieren] (65 %)
  • Informationen zum Ziel und City Guides (64 %)

Interessant sind auch die Ergebnisse des Vergleichs Europa mit Nordamerika, in dem sich zeigt, dass mehr Europäer bestimmte Dienste wollen, als Nordamerikaner:

  • 71 % der Europäer wollen mit dem Mobilen Gerät einchecken, verglichen zu 64 % Nordamerikaner.
  • 64 % der Europäer würden gerne mit dem Mobilen Gerät einen Sitzplatz im Flugzeug wählen, verglichen zu 59 % Nordamerikaner.
  • 55 % der Europäer wollen ihr Reisegepäck mobil verfolgen lassen, bei den Nordamerikanern nur 45 %.
  • 54 % der Europäer würden gerne mit ihrem Smartphone bei Flügen in eine höhere Klasse umbuchen, verglichen zu den 44 % der Nordamerikaner.

Diese Ergebnisse verwundern mich nicht sonderlich, denn den Nordamerikanern stehen derart Dienste teilweise schon zur Verfügung, den Europäern weniger, so das sie natürlich ein größeres Bedürfnis danach haben.

Sabre mit iPhone App

Sabre gibt ordentlich Gas im Bereich Mobile und Web 2.0. In 2008 hat Sabre Holdings in das start-up tripit.com investiert und nun bringen sie laut Travel Technology eine eigene iPhone App mit ähnlichen Features auf den Markt.

Quelle: iTunes Store

Quelle: iTunes Store

Wie bei twitter, kann man den Reisenden (bzw. dem Reiseplan) “folgen”. D.h. Freunde, Bekannte und Verwandte können so den Reiseplan des Reisenden einsehen.

Das Tool gibt es im iPhone App Store für 3,99 €. Wer es mal ausprobiert hat, kann mir gerne ein Feedback geben.

Sabre Airline Solutions bietet Mobile Check-In Lösung

Sabre Airline Solutions, ein Schwesterunternehmen der Sabre Travel Network, bietet eine Mobile Check-In Lösung für Fluggesellschaften. Der Mobile Check-In ist Teil der SabreSonic suite, die auch andere Self-Service Check-In Möglichkeiten (Internet, Telefon oder Automat) anbietet.

Bisher greifen AirOne (Italien) und Vietnam Airlines auf diese kostenreduzierende Lösung zu. Fluggäste dieser Airlines können über eine mobile Webseite ihren Sitzplatz reservieren und erhalten ihre Boardkarte auf das Mobiltelefon. Dieser 2D-Barcode entspricht bereits dem IATA-Standard. Zukünftig soll auch der Mobile Check-In per SMS implementiert werden. Dann können Reisende zum einchecken eine Kurznachricht senden und erhalten daraufhin eine Check-In Bestätigungsnachricht samt Boadkarte.

Je nachdem, ob die Airline am jeweiligen Flughafen bereits den Mobile Check-In anbietet oder nicht, begeben sich die Fluggäste mit der Boadkarte auf dem Handy entweder direkt zum Gate oder erst zum Check-In Automaten, wo ihnen nach Eingabe der Flugnummer ein normales Ticket ausgestellt wird. Diese Übergangslösung ist zwar etwas umständlich, aber neue Technologien flächendeckend zu integrieren bedarf eben seine Zeit.

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