Die News kurz vor der ITB

Morgen geht sie los, die größte Reisemesse. Und diesmal mit dem Topthema Mobile Travel Services. Da ich die Messe in den letzten Tagen vorbereitet habe und viel mit unseren Kunden beschäftigt war, habe ich nicht in aller Tiefe über die letzten Neuigkeiten berichten können. Daher hier wenigsten ein Überblick.

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– Dieses Jahr gibts auch wieder den ITB Mobile Guide für Smartphones.

– Auch PhoCusWright veröffentlicht für die ITB eine iPhone App.

L’tur debütiert mit einer echt tollen iPhone App, die Reiseziele nach der aktuellen Temperatur vorort oder zufällig mit Würfel anzeigt. Zudem gibts einen L’tur Shopfinder. Gebucht wird über eine Hotline.

– HRS gewinnt den Innovationspreis-IT 2010 in der Kategorie Mobile.

– Kann Nokia im Reiseumfeld gegenüber Apple, Google & Co Boden gut machen und wie ist die Strategie dahin? Ein interessantes Interview mit Robert Rogers von Nokia.

HRS und Nokia bieten erste integrierte mobile Buchungslösung für Ovi Karten.

Aida und TUI Cruises bringen zeitgleich iPhone Apps auf den Markt.

– Kurze Zeit später folgt ein TUI Cruises “iPhone-Katalog” (eigentlich was für’s iPad!).

1.200% Wachstum bei der Nutzung von Mobilen Bordkarten im Jahr 2009 und 2 Milliarden davon, werden in 2010 über Smartphones zum Einsatz kommen.

mietwagen.com bringt eine iPhone App raus.

– Mit einer ab Mai erhältlichen App (“Snap2travel“) von Dertour kann man Katalogbilder abfotografieren und ins Netz senden, um daraufhin weitere Infos zu erhalten. Man darf gespannt sein.

– Ähnliches bietet ISO Travel Solutions mit der Lösung Mobile Booking Engine (MBE). Man kann gedruckte Inhalte abfotografieren. Die werden erkannt und daraufhin weitere Informationen an das Smartphone gesendet.

Reisekosten unterwegs erfassen und auswerten, natürlich mit dem iPhone.

– Bis zum 26.02.10 wusste ich nicht mal, dass es Vechta gibt und was ist der Nordkreis? Dank ihrer iPhone App und der PR drumherum, weiß ich jetzt zumindest, das Vechta zwischen Osnabrück und Bremen liegt.

Wir werden zur ITB noch mehr sehen, davon bin ich überzeugt. Mal schauen, ob ich es schaffe, während der ITB den einen oder anderen Beitrag zu schreiben. Bis dahin, Stefan…

Expedia Affiliate Network auf Samsung Bada

Ich habe diese Woche die weltgrößte Messe zum Thema Mobile den Mobile World Congress in Barcelona besucht [wer wissen will, wo ich mich so rumtreibe, der nutze bitte travelload auf Xing]. Auf dem MWC habe ich neben vielen neuen unglaublich “touchigen” Endgeräten auch einen Service von Expedia Affiliate Network (EAN) exklusiv für das Samsung Wave entdeckt.

Es handelt sich hierbei um ein komplettes Buchungsportal über das man Hotels, Mietwagen und Flüge suchen und buchen kann. Ich habe es gleich ausprobiert (natürlich ohne Buchung!) und finde die Umsetzung nicht besonders erquickend, zumal man auf dem Gerät immerhin 800×480 Pixel viel Platz hat (zum Vergleich iPhone = 480×320). Naja, ich vermute, es musste schnell noch für die Messe umgesetzt werden. Das Gerät selbst wurde am Sonntag zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Es läuft zum Grauen für alle Entwickler auf einem neuen, Samsung eigenen Betriebssystem namens Bada OS. Als ob es nicht schon genug Mobile Plattformen gäbe (ich zähle derzeit zwischen 15 und 20).

Expedia scheint sich also mehr und mehr auf den Mobilen Bereich zu fokussieren. Ich hatte schon im November letzten Jahres darüber berichtet, dass Expedia mit Nokia eine Partnerschaft eingegangen ist. Ich bin nun gespannt, inwieweit die Marke Expedia auf den Mobilen Portalen / Apps erhalten bleibt, da EAN auch als White Label genutzt werden kann. In diesem Fall würde die Hersteller-Marke (Samsung, Nokia und andere?) als Reisevermittler im Vordergrund stehen. Ob das die Kunden verstehen?

Expedia und Nokia – eine Partnerschaft mit Auswirkungen für die Reisebranche?

Am Freitag wurde die Kooperation von Expedia Affiliate Network (EAN), die White Label-Lösung von Expedia, Inc. und Nokia bekanntgegeben. Das ist der erste Deal dieser Art, der die Frage aufwirft, ob diese Partnerschaft Auswirkungen auf die Reisebranche haben wird? Immerhin schließen sich zwei der größten Unternehmen aus ihrer Branche zusammen, um das Expedia-Hotelportfolio samt entsprechender Buchungsfunktion in das Ovi Karten- und Navigationssystem von Nokia zu integrieren.

Man muss sich zunächst vor Augen halten, was zurzeit im Bereich Mobile- und PC-Internet passiert. Der PC-Internetriese Google bietet mehr und mehr Dienste (Android, m.google.com) für das Mobile Format an und Nokia geht den umgekehrten Weg und bietet mehr und mehr Dienste (ovi.com für Maps, Mail, Bilder, Kalender etc.) für das PC-Format an. Das Mobiltelefon (welches ja eigentlich schon ein Smartphone ist) und der PC bilden eine Einheit, die durch eine Synchronisation mit einander verbunden sind. Die Vision: das Smartphone ist die mobile Ergänzung des PC und umgekehrt.

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Quelle: Nokia

Was hat das nun mit Expedia zu tun? Ganz einfach: Google hat bereits ein funktionierendes Geschäftsmodell (Werbung) und muss es jetzt nur auf das Mobile-Internet (siehe Kauf von AdMob) übertragen. Nokia’s Geschäftsmodell hingegen, der Verkauf von Hardware, wird von Monat zu Monat schwieriger. Deshalb sucht Nokia nun nach geeigneten Geschäftsmodellen und experimentiert mit Werbung, einem App Store, Musik und Navigation. Mit Expedia kommt nun ein neues, für mich einleuchtendes Geschäftsmodell ins Portfolio, ein transaktionsbasiertes E-Commerce Modell. Nokia (mit Ovi) wird zum Online Reisebüro, auf dem PC und Smartphone. Und Expedia erschließt damit erstmalig die Mobile Welt.

Das wird meiner Meinung nach Auswirkungen auf die Reisebranche haben, aus folgenden Gründen:

  1. Reisende sind immer auch Kunden von Smartphone-Herstellern, Netzbetreibern und Internet-Service-Providern.
  2. Nokia hat eine enorme Reichweite, zumindest was die Anzahl der Endgeräte angeht.
  3. Nokia wird sich weitere Partner für ein transaktionsbasiertes Geschäftsmodell suchen (müssen).
  4. Reiseunternehmen müssen jetzt und erst recht in Zukunft, in den mobilen Kanal investieren.

Dies hat sowohl positive als auch negative Seiten zur Folge. Nokia hat nur begrenzt Kapazitäten für derart Kooperationen, aber für Reiseunternehmen besteht mit Nokia eine sehr große Chance, sowohl zur gleichen Zeit eine enorme Reichweite zu erlangen, als auch den Mobilen Kanal zu bedienen. Für Expedia ist es bspw. der erste Schritt in die mobile Welt.

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Andererseits gibt es nicht nur Nokia. Wer den mtiblog verfolgt, der stellt fest, dass ich sehr oft von iPhone Apps und Diensten berichte. Das Gerät hat eben zurzeit die größte Wahrnehmung und Nutzungsrate. Aber es gibt auch noch den Blackberry, Android-, Windows Mobile-Geräte oder demnächst wohl öfters erwähnenswert, den Palm Pre.

Reiseunternehmen sollten daher:

  • gezielt Kooperationen mit Smartphone-Herstellern, Netzbetreibern und  Internet-Service-Providern eingehen
  • andererseits aber auch diversifizieren, d.h. mehrere mobile Plattformen bedienen

Nur ein was sollten sie nicht: das Smartphone als Reisebegleiter, Informations- und Buchungskanal vernachlässigen.

Deutsche Bahn, Qype, Lonely Planet und HRS für Nokia Ovi Maps

Gestern endete in Stuttgart die Nokia World 2009. Nokia hat in Sachen Anwendungen einiges aufzuholen und vereinfacht nun die Entwicklung von Ovi Apps. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Interaktion von Content und Services mit dem Kartendienst Ovi Maps. Die technische Basis bilden, im Gegensatz zu nativen Anwendungen wie die Programmierung auf C++ für Symbian und Windows Mobile, Java für BlackBerry und J2ME oder Objective-C für iPhone, bekannte Web-Technologien wie HTML, CSS und JavaScript, die durch das neue Ovi SDK Beta einen wesentlich geringeren Entwicklungsaufwand versprechen.

Einige Reiseanwendungen, darunter die Deutsche Bahn und HRS, sind bereits entwickelt und gestern auf der Nokia World 2009 dem Publikum vorgestellt worden (siehe Video). Hier geht Nokia einen konsequenten Weg und verknüpft Inhalte, Kartendaten und Mehrwertdienste zu einem kontext-orientierten Gesamtportfolio. Wann diese Anwendungen allerdings für die User tatsächlich verfügbar sind, hat Nokia nicht verraten.

Fotoservice von Nokia mit geotagging

Nokia Photo erlaubt es in der Version 1.5, dass Fotos nicht nur manuell einem bestimmten Ort auf einer Karte zugeordnet werden können, sondern dank geotagging Fotos auch automatisch auf der Karte platziert werden.

Geotagging, ist eine Funktion, die mit Hilfe von GPS, Fotos mit Informationen zum jeweiligen Aufnahmestandort kennzeichnet. Diese Funktion besitzen u.a. auch Mobiltelefone wie das Nokia N82, N85, N78 und das N96. Andere Mobiltelefone, die das nicht unterstützen aber GPS-fähig sind, können durch Zusatzsoftware, wie zum Beispiel locr, erweitert werden, so das ebenfalls geotagging möglich ist.

Geokodierte Bilder sind auch für Reisecommunities sehr interessant, da Fotos, die bspw. Reiseberichten oder Reisealben hinzugefügt werden, automatisch dem jeweiligen Reisestandort zugeordnet werden. So können Reisende bereits von unterwegs aus, die mit dem Handy aufgenommen Fotos in die Community laden, ohne groß Angaben zum Bild machen zu müssen.

Nokia bringt Reiseführer von Lonely Planet auf das Mobiltelefon

Nokia Maps mit Reiseführern

Nokia Maps mit Reiseführern

Demnächst können Nutzer von Nokia Maps auch auf Reiseführer von Lonely Planet zugreifen. Die Karten- und Navigationssoftware besitzt bereits eine Art Download-Katalog, in dem bspw. Reiseführer von Polyglott, Berlitz oder Wcities heruntergeladen werden können.

Dieses Portfolio soll durch Lonely Planet Reiseführer, die ca. 100 Destinationen abdecken, erweitert werden. Pro Reiseführer zahlt der Nutzer 7,99 EUR. Die mobilen Reiseführer sind zwar günstiger als Print-Exemplare, enthalten aber auch weniger Informationen.

Nutzer, die unterwegs auf Kartenmaterial von Nokia zugreifen, können durch die Kooperation den passenden Reiseführer zur jeweiligen Destination downloaden und haben so Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Hotels in der Umgebung.

Neben Reiseführern bietet Lonely Planet auch Sprachführer für das iPhone.

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