Swiss mit nativer Buchung auf Blackberry

Das ist mir natürlich eine Nachricht wert. Denn die Swiss hat heute ihre Swiss Mobile Blackberry App veröffentlicht. Nachdem die iPhone App als pure Linksammlung nicht gerade die besten Noten bekommt, kann sich die BB App durchaus sehen lassen.

Gut finde ich, dass der Workflow des gesamten Flugbuchungsprozesses diesmal komplett nativ, d.h. nicht mit Webelementen, sondern mit dem Blackberry SDK umgesetzt wurde. Das hat gleich eine ganz andere Wirkung auf die User Experience (UX). Es geht schnell, mit typisch Blackberry spezifischem Verhalten, Daten werden gespeichert und es gibt eine superschnelle Autotextfunktion. Einigen Formularfeldern könnte man noch die Info mitgeben, dass es sich hierbei um ein reines Zahlenfeld handelt, damit der BB Nutzer nicht permanent die “Alt-Taste” drücken muss.

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Beim Check-in allerdings verlässt die App den nativen Bereich und öffnet den Browser. Aus UX Gesichtspunkten ein Manko, denn ich behaupte, dass der Check-in Prozess wesentlich öfter genutzt wird, als der Buchungsprozess. Die App von Air Asia hat übrigens auch einen nativen Buchungsprozess integriert. Beim Check-in komme ich nicht sehr weit, aber es könnte sein, dass auch dieser nativ umgesetzt wurde.

Alles in allem ist die Swiss App gelungen, insbesondere wenn man die neuen Apps von KLM, Air France und Austrian Airlines vergleicht. Diese sind nur Bookmarks für die Mobilen Webseiten (Launcher). Anbei alle Blackberry Apps der Airlines, die ich bislang ausfindig machen konnte:


Air Asia
Air Canada
Air France
Alaska Airlines
Austrian Airlines
British Airways
Cathay Pacific
Dragonair
KLM
Lufthansa
Oneworld
Swiss
Turkish Airlines
Virgin Blue

Amadeus und Air France mit NFC-Boarding

Ein gemeinsames Pilotprojekt von Amadeus, Air France, Flughafen Nizza und IER soll das Boarding noch mehr vereinfachen. Mobile Boarding über einen 2D-Barcode entwickelt sich gerade zum Standard bei den Airlines. Das Projekt “Pass and Fly” jedoch nutzt die sog. Near Field Communication (NFC) Technologie. D.h. eine Übertragung von Daten über kurze Strecken ohne Kontaktpunkte. Hierzu ist aber ein NFC fähiges Mobiltelefon notwendig. Zwar gibt es bislang nur sehr wenige Endgeräte, die NFC unterstützen, aber die Technologie gehört zu den acht zukunftsträchtigen mobilen Technolgien in 2009 und 2010.

Mehr Infos zum Thema hier.

Air France jetzt auch mit Mobile Boarding Pass

Air France

Quelle: Air France

Die französische Fluggesellschaft Air France setzt jetzt auch auf das papierlose Check-In per Mobiltelefon. Der Mobile Service wurde für die Strecke Paris – Amsterdam eingeführt. Weitere Städte sollen aber folgen.

Zum einchecken gehen Nutzer auf die mobile Webseite von Air France. Der Mobile Check-In-Service stand bereits im Juni zur Verfügung (siehe MTI news). Nutzer erhielten zwar eine Bestätigungs-SMS, mussten sich ihre Boardkarte jedoch am Check-In-Automaten oder am Baggage-Drop-off Point ausdrucken.

Jetzt erhalten Reisende nach dem Mobile Check-In die Boardkarte (Barcode) per SMS, MMS oder mobile E-Mail direkt auf das Mobiltelefon. Sollten Nutzer am Flughafen auf unvorhergesehene Probleme stoßen (z.B. leerer Akku), steht weiterhin der Check-In Automat zu Verfügung, an dem ein Ersatzticket ausgedruckt werden kann.

Hier noch ein Video.

Mobilfunknutzung in Flugzeugen eröffnet neue Möglichkeiten der Interaktion

airfrance.com

Quelle: airfrance.com

Erst kürzlich startete die TAP, die marktführende portugiesische Luftfahrtgesellschaft, mit den ersten kommerziellen Tests für die Mobiltelefonnutzung an Bord. Auch andere Fluglinien, wie beispielsweise Air France, Emirates, Qantas, Turkish Airlines und Ryanair planen ihre Flugzeuge mit Handynetzen auszustatten.

Viele Reisende befürchten, dass ähnlich wie bei Zugfahrten, auch während des Fluges unentwegt weiter telefoniert wird. Doch ermöglichen die Technologien an Board weit aus mehr Services als nur das einfache Telefonieren. Fluggäste können durch die Implementierung von GSM und 3G-Standards SMS, MMS und E-Mail schreiben und empfangen oder generell auf das Internet zugreifen und so weitere Dienste nutzen.

Fluggesellschaften profitieren so in zweierlei Hinsicht: Einerseits bieten sie ihren Fluggästen die Möglichkeit ihr mobiles Nutzerverhalten auch während des Fluges fortzusetzen. Anderseits haben sie die Chance, den Reisekomfort durch innovative Dienste zu erhöhen. So hat bereits die Studie von SITA auf die Einführung neuartiger Inflight Entertainment Angebote hingewiesen, welche Interaktionsmöglichkeiten, sowohl mit dem Fluggast als auch der Fluggäste untereinander, ermöglichen könnten.

Neben den Fluggesellschaften könnten aber auch andere touristische Dienstleister die “Wartezeit” im Flugzeug nutzen, um ihren Kunden personalisierte Botschaften zu senden. Denkbar sind relevante und wichtige Informationen zu Flughafen und Destination, Abholzeiten und Kontaktpersonen am Flughafen oder Gutscheine, bspw. für einen Willkommensdrink an der Bar. Diese Serviceangebote verknüpft mit der touristischen Marke verstärken deren Präsenz und verbinden sie mit einem positiven Reiseerlebnis.

Dabei sollten aber die Kosten, die beim Nutzer entstehen können, berücksichtigt werden. Genau wie bei der Nutzung des Mobiltelefons im Ausland werden Sprach- und Datenverbindungen über Roamingabkommen mit den Netzbetreibern und somit über die Telefonrechnung abgerechnet. Es ist aber anzunehmen, dass die Kosten höher sein werden, als bei der herkömmlichen Nutzung des Mobiltelefons im Ausland. Von daher sollte der Kunden den Mobile Media Type (SMS, MMS, Mobiles Internet oder Mobile Applikation) wählen können, der für ihn am geeignetsten ist.

Mobilfunknutzung in Flugzeugen – ob Fluch oder Segen entscheiden am Ende die Reisenden selbst.

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