The PhoCusWright Conference 2010

Was der FVW Kongress in Deutschland ist The PhoCusWright Conference in Nordamerika, nur um einige Dimensionen größer. Ich werde dieses Jahr das erste Mal daran teilnehmen und beobachten, welche Innovationen dort präsentiert werden und vielleicht den Weg nach Europa finden. Die Konferenz bietet einen sehr interessanten Teilbereich für neue Ideen, den The Travel Innovation Summit. Dort präsentieren sich meist junge Unternehmen aus den Bereichen Reiseplanung, Reisevermittlung oder Reisenachbearbeitung, aber eben auch große Konzerne wie Amadeus.

Ich habe mir die Liste der Innovatoren angeschaut und es sind selbstverständlich auch Unternehmen mit dem Fokus auf Smartphones dabei. Leider konnte ich bislang nur drei Innovatoren aus diesem Bereich identifizieren,  aber ich denke  vorort werden es hoffentlich mehr sein:

  • Movitas – Mobile Marketinglösung für Hotels, Resorts, Destinationen und Reisebüros
  • Kony Solutions – Mobile Application Platform
  • GroundLink – iPhone App zum Reservieren von Taxi, Limousinen und Shuttles

Auch im Programmbereich der Konferenz fehlt Mobile natürlich nicht. Ich bin jedenfalls gespannt, was mich dort erwartet.

Swiss mit nativer Buchung auf Blackberry

Das ist mir natürlich eine Nachricht wert. Denn die Swiss hat heute ihre Swiss Mobile Blackberry App veröffentlicht. Nachdem die iPhone App als pure Linksammlung nicht gerade die besten Noten bekommt, kann sich die BB App durchaus sehen lassen.

Gut finde ich, dass der Workflow des gesamten Flugbuchungsprozesses diesmal komplett nativ, d.h. nicht mit Webelementen, sondern mit dem Blackberry SDK umgesetzt wurde. Das hat gleich eine ganz andere Wirkung auf die User Experience (UX). Es geht schnell, mit typisch Blackberry spezifischem Verhalten, Daten werden gespeichert und es gibt eine superschnelle Autotextfunktion. Einigen Formularfeldern könnte man noch die Info mitgeben, dass es sich hierbei um ein reines Zahlenfeld handelt, damit der BB Nutzer nicht permanent die “Alt-Taste” drücken muss.

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Beim Check-in allerdings verlässt die App den nativen Bereich und öffnet den Browser. Aus UX Gesichtspunkten ein Manko, denn ich behaupte, dass der Check-in Prozess wesentlich öfter genutzt wird, als der Buchungsprozess. Die App von Air Asia hat übrigens auch einen nativen Buchungsprozess integriert. Beim Check-in komme ich nicht sehr weit, aber es könnte sein, dass auch dieser nativ umgesetzt wurde.

Alles in allem ist die Swiss App gelungen, insbesondere wenn man die neuen Apps von KLM, Air France und Austrian Airlines vergleicht. Diese sind nur Bookmarks für die Mobilen Webseiten (Launcher). Anbei alle Blackberry Apps der Airlines, die ich bislang ausfindig machen konnte:


- Air Asia
- Air Canada
- Air France
- Alaska Airlines
- Austrian Airlines
- British Airways
- Cathay Pacific
- Dragonair
- KLM
- Lufthansa
- Oneworld
- Swiss
- Turkish Airlines
- Virgin Blue

Zukunftstrend: Buchen über Smartphones

Lange Zeit habe ich das Mobiltelefon nur als “Service-Kanal” für Reiseunternehmen gesehen. Zum Buchen und reservieren waren die Geräte ungeeignet. Es zeigt sich jedoch immer deutlicher, dass die neuen Endgeräte, die Smartphones, zum Buchen und Reservieren sehr wohl geeignet sind.

Einer Umfrage von hotel.de zufolge haben bislang knapp sieben Prozent der Besitzer eines Smartphones in Deutschland schon einmal eine Reise, eine Übernachtung oder einen Mietwagen über ihr mobiles Gerät gebucht. Das dürften dann nach BITKOM-Prognosen am Ende des laufenden Jahres rund eine halbe Million Smartphone-Besitzer gewesen sein, die Mobil Buchen. Eine Statistik zu den Mobilen Diensten der Deutschen Bahn stützt die Ergebnisse. Die Verkaufsrate des Mobilen Tickets stieg danach um 118 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das Potential der mobilen Dienste entdecken nicht nur die Reisenden. Der von SITA jährlich veröffentlichte Airline IT Trend Survey ergab, dass 70% der befragten Fluglinien planen, bis 2013 ihre Tickets über mobile Endgeräte zu vertreiben. Darüber hinaus wollen neun von zehn Flugunternehmen ihren Kunden Informationen mobil zustellen und 68 % der Airlines wollen Umbuchungen und Upgrades via Smartphone ermöglichen. Derzeit bieten lediglich sechs Prozent der Fluglinien diesen Service an. Auch die Anzahl der Apps in den Appstores wächst. Derzeit gibt es in der Kategorie Reisen ca. 15.500 Apps bei iTunes, 362 in der Blackberry Appworld und bei Android und Ovi weiß ich es leider nicht :-( .

Continental – die erste komplette native Airline App

Na also, geht doch. Die Erkenntnis, dass native Apps (wir sind der Meinung, dass in den nächsten 2 bis 3 Jahren native Apps gegenüber Mobile Web dominieren werden, da die Usability deutlich überlegen ist) gerade im Reisebereich einen wesentlich höheren Mehrwert schaffen, hat sich zumindest bei einer Airline durchgesetzt. Soweit ich das verfolgen konnte, ist Continental Airlines die bislang einzige Airline, die ihre App durchweg native gestaltet. Das merkt man der App auch an. Sie ist schnell, intuitiv, speichert Daten, empfängt Push-Nachrichten und ist reichhaltig mit sinnvollen Funktionen belegt.

Quelle: iTunes

Nur das Design hätte man noch etwas schicker machen können. Für mich ist diese App aber trotzdem ein Benchmark im Airline Segment. Ich bin gespannt, ob Continental für Blackberry auch eine komplett native App bereitstellen wird?

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