Apps für Winterurlauber

Mein letzter Beitrag in 2009 wird ziemlich kurz werden, da ich nur auf einen interessanten Beitrag verlinke. Auf iphone-ticker.de habe ich gestern die Vorstellung von mehreren iPhone Apps für Winterurlauber entdeckt.

Quelle: iphone-ticker.de

Also viel Spaß beim Snowboarden, Skifahren und feiern. Und damit wortwörtlich einen guten Rutsch ins Jahr 2010!

Expedia’s iPhone Reiseplan

Vorab der Hinweis, dass die heute vorgestellte iPhone App von Expedia nicht im deutschen Store verfügbar ist. Google Alerts hat sie mir klammheimlich zugespielt. Es gibt einige Apps, die nur in anderen Appstores zu haben sind. Nun aber erstmal zu Expedia.

Quelle: iphoneappsplus.com

Im November hatte ich das erste Mal Expedia im Zusammenhang mit der Kooperation mit Nokia erwähnt und war der Ansicht, dass dies der erste Mobile Versuch für Expedia war. Scheinbar nicht. Schon im Juli 2009 erschien Expedia Itinerary Viewer, eine App über die man seine Reisepläne der Expedia-Buchungen abrufen kann. Leider konnte ich sie nicht testen und daher keine Aussage machen. Aber die Screenshots verraten zumindest den Mehrwert der App: die übersichtliche Darstellung der gebuchten Reise(n), jedoch das Buchen selber scheint nicht möglich zu sein.

Hier noch ein paar Anwendungen, die heute noch nicht im deutschen Appstore zum Download angeboten werden (mit Link, falls doch irgendwann):

Wir beobachten die Szene weiter und halten die treuen Leser dieses Blogs auf dem Laufenden.

Unser Palm Pre ist da!

Pünktlich zum Weihnachtsfest ist unser Palm Pre eingetroffen. Warum schreibe ich das? Erstens freut es mich, dass ich endlich den vermeintlichen iPhone-Killer intensiv testen kann und zweitens, weil wir gerade 2 Palm Pre Projekte umsetzen und bislang nur auf dem Emulator von Palm getestet haben.

Mein erstes Fazit:

  • Palm Pre ist noch kein iPhone-Killer.
  • Wer für Mobile Geräte Apps entwickelt, der braucht unbedingt ein echtes Gerät (gilt nicht nur für Palm!). Emulatoren verfälschen in vielerlei Hinsicht das reelle Ergebnis.
  • Ich bin trotzdem vom Palm überrascht und finde das Gerät hat ein sehr gutes Preis- / Leistungsverhältnis.
  • Leider fehlen noch die zahlreichen Apps, aber die entwickeln wir gerne 😉

Mit Palm Pre haben wir nun Erfahrungen mit 8 Mobilen Plattformen:

  • J2ME (Java für Mobile Geräte)
  • iPhone (MacOS)
  • Blackberry (spezielles RIM Java)
  • Android (Google)
  • Nokia Ovi Maps (WebOS)
  • Palm Pre (WebOS)
  • Symbian
  • mobile Webseiten

Obwohl sowohl Nokia Ovi Maps und Palm Pre WebOS Plattformen sind, so muss man trotzdem jeweils eigene SDK (Software Development Kit) mit spezifischen Eigenheiten nutzen. Dieser Ansatz macht sie momentan zu verschiedenen Plattformen, aber hierzu mehr bei mobile zeitgeistSpecial Ausgabe Mobile Technologien.

Bleibt mir noch ein schönes Weihnachtsfest zu wünschen und viel Freude mit eventuell neuen Smartphones, die unterm Weihnachtsbaum liegen…

Mietwagenbuchung bei Avis jetzt über iPhone möglich

Avis ist in Deutschland der zweite Mietwagenanbieter, der eine iPhone App veröffentlicht hat. Die App konzentriert sich auf das Wesentliche: das Buchen von Mietwagen und das Finden von Avis Stationen. Firmenkunden können über die Eingabe der sogenannten AWD Nummer ihre Firmenraten nutzen. Ganz witzig ist, dass man sich die Mietstationen durch eine getrennte Kartenansicht gleich ansehen kann, auch wenn sie weit auseinander liegen (siehe Video). Ein Routing zwischen den Stationen ist dann natürlich auch möglich.

Wie die App funktioniert, haben wir in einem kleinen Video festgehalten. Mehr muss man dazu nicht sagen…

Wer bis zum 31. Januar 2010 über die App bucht und dann die Buchungsbestätigung an der Station zeigt, erhält einen 10 Euro Tankgutschein. Viel Spaß beim Fahren und Tanken.

Endlich, die iPhone App der Bahn ist da

Zwei der erfolgreichsten Anwendungen in der Kategorie “Reisen” –  Zuginfo und Fahrplan – erfüllen ihren Zweck nicht mehr. Seit vorgestern (zumindest habe ich es vorgestern gemerkt) sind sie tot. Keine Verbindung oder Abbruch der App sind die Folge. Der Grund liegt wohl in der Fahrplanumstellung der Bahn vom 13. Dezember. Da hat man wahrscheinlich zeitgleich die Struktur der Webseite geändert, so dass die oben genannten Apps die Inhalte der Reiseauskunft nicht mehr ohne weiteres beziehen können.

Ein anderer Grund könnte aber auch ein Verbot durch die Bahn sein, um der gestern veröffentlichten iPhone App DB Navigator einen großartigen Schub zu geben. Yap, gelungen! Nach gerade mal einem Tag ist die App auf Nummer 1 in der Kategorie “Reisen”. Ich hatte es erwartet, aber nicht so schnell. Gratulation!

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Die App macht anfänglich einen recht leichten Eindruck. Man hat das Gefühl, hier gibt es nur wenige Funktionen. Aber das täuscht, denn hat man erstmal den Dreh raus (und iPhone Nutzer sind ja experimentierfreudig), erfüllt die App, was man von ihr erwartet. Die Bedienung erfordert jedoch noch eine kleine Eingewöhnung. Hier ein paar Hinweise zum Umgang:

1.) Den Menüpunkt Favoriten erstmal nicht beachten, er verwirrt am Anfang nur, weil gleich bis zu 3 Stationen aus dem Umkreis dastehen. Es ist ja gut gemeint und hilfreich. Aber sind das auch meine Favoriten?

2.) In Reiseauskunft häufig genutzte Verbindungen suchen und dann durch Klick auf den etwas schwach dargestellten Stern in den Favoriten (gleich alles, Start, Ziel und Route) abspeichern.

3.) Persönliche Abfahrt/Ankunft -stafel konfigurieren. Man kommt auf diese Funktion auch über Reiseauskunft, wenn man auf eine Station klickt. Aber sinnvoll ist Abfahrt/Ankunft insbesondere für Pendler, die immer an einer Haltestelle einsteigen. Hier fehlt mir eine spezielle Favoritenliste für Haltstellen, denn die Rückfahrt muss man dann immer wieder neukonfigurieren.

Wer eine Fahrkarte für eine bestimmte Verbindung gleich kaufen will, wird auf die Mobile Webseite der Bahn verlinkt, bleibt aber im DB Navigator. Hier erhoffe ich mir noch eine integrierte Lösung, die meine persönlichen Daten speichert. Zusätzlich bietet die App für jede Haltestelle weitere Informationen wie Lageplan und Umgebung. Beim Lageplan hätte ich eine Karte des Bahnhofs erwartet, aber es kommt eine schlichte Map von PTV. Klickt man auf Umgebung, ändert sich einfach nur der Zoomlevel der Karte. Mmmh, zoomen kann ich doch in der Karte selber.

Insgesamt eine sehr gelungene Anwendung, die meines Erachtens eine der TOP Apps bleiben wird.

PS: Ach, gerade kommt das Update von der Fahrplan App rein. Scheint also tatsächlich kein Verbot, sondern nur technische Probleme gewesen zu sein. Das finde ich gut, denn es schadet mit Sicherheit nicht, auch hier Wettbewerb zu haben.

Airplus wird Partner von Touch&Travel

Touch&Travel ist ein Bezahlsystem über das Mobiltelefon. Dank Touch&Travel wird Mobilität mit Bahnen und Bussen völlig unkompliziert. Passendes Kleingeld für die Fahrkarte am Automaten oder langwieriges Studium von Tariftabellen sind bald Vergangenheit. Touch&Travel macht das Fahren im Fern-, Nah- und Stadtverkehr so simpel, wie nie zuvor. Kinderleichte, flexible und komfortable Mobilitätsdienstleistungen aus einer Hand – egal ob Bus, Tram, U- oder S-Bahn, Regional Express oder ICE.

Nun beteiligt sich auch der Abrechnungsdienstleister Airplus an der Entwicklung der Plattform von der Deutschen Bahn, Vodafone, T-Mobile und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Nachdem die Bahn die neue Technik in einem ersten Pilotprojekt getestet hat, soll das System nun in einem größeren Rahmen zum Einsatz kommen. Für die Erweiterung werden insgesamt 3000 Nutzer gesucht, darunter auch 500 Geschäftsreisende. Sie sollen prüfen, ob sich Touch & Travel auch für Firmenkunden eignet.

Für Firmen, die am Bahn-Corporate-Programm des Schienenkonzerns teilnehmen, können die Kosten bei der Nutzung von Touch & Travel zentral über Airplus abgerechnet werden.

Bahn kündigt iPhone App an

Wer dieser Tage eine iPhone App ankündigt, der geht ein nicht unerhebliches Risiko ein, wenn mit dem Launch der App auch eine Medienkampagne verbunden ist. Die Community ist sauer auf “Apple’s Review Policy” (populärstes Beispiel Facebook), denn die ist schwer berechenbar. Hat man eine App vermeintlich fertig entwickelt, lädt man sie über das iPhone Developer Center hoch und Apple prüft (review) die Anwendung auf die Einhaltung diverser Regelungen.

Quelle: heise.de

Es dauert dann ca. 14 Tage, bis Apple sich meldet. Findet Apple Regelverstöße (und kaum einer schafft es beim ersten Mal ohne), wird die App nicht akzeptiert und Apple schreibt in einer knappen Email, warum die Anwendung abgelehnt wurde. Je nach dem wie schwer der Regelverstoß war, dauert das Nachbessern einige Stunden bis Tage. Man lädt die App erneut hoch.

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Apple benötigt wiederum mindestens 14 Tage für den Review. Leider beendet Apple das Testen, wenn ein oder zwei Regelwidrigkeiten gefunden wurden. Hatte man also schon beim ersten Mal mehr als zwei Regelverstöße, findet Apple nun diese und lehnt die App erneut ab. Es kann also mehrere Monate dauern, bis die App schließlich im App Store landet. Je komplexer die Anwendung ist (bspw. wenn komplett nativ und komplexe Backend Prozesse bearbeitet werden müssen), desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, mehrere Runden bei Apple zu drehen.

Nun kündigt die Bahn eine iPhone Applikation an. Ein genaues Datum nennt die Bahn und kündigt für den13. Dezember neue Dienste über bahn.de an, hält sich aber für den DB Navigator etwas zurück und kommuniziert: “…Noch im Dezember können iPhone-Besitzer den “DB Navigator” kostenlos im App-Store von Apple herunterladen…” Na mal schauen, ob es dieses Jahr noch klappt. Wir drücken die Daumen!!!

Design vs. Funktionalität – eine neue coole Hotel App

In der Reisekategorie des iPhone App Stores sind Reiseführer und Hotel Apps die dominierenden Dienste (gemessen an den Neuheiten). Nun gibt es wieder eine neue, coole Hotel App namens zzZ. Wer auch immer das ist, die Jungs haben sich Design-technisch echt was überlegt. Hier das, was mir besonders aufgefallen ist:

  • die App kann man nur im Querformat (landscape view) nutzen
  • sie hat keine Umkreissuche integriert
  • Hotelbilder kann man im Cover Flow ansehen
  • sehr einfach gehalten, gute Übersicht
  • wenig Funktionalität

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So gut die App aussieht, so wenig Funktionlität und damit Nutzen hat sie allerdings. Das ist ein Spannungsfeld, dass jeder App Developer beachten muss: Design vs. Funktionalität. Beides zusammen, in einem gesunden Verhältnis darzustellen, ist verdammt schwierig und das schaffen die wenigsten. Diese App ist ein sehr gutes Beispiel dafür, denn:

  • im Querformat sind lange Listen nervig (gibt es hier nicht)
  • eine mobile App sollte im Reisesegment immer optional eine Umkreissuche nutzen können
  • über 600 Hotels (für Berlin) im Cover Flow zu durchsuchen, macht am Ende auch keinen Spaß
  • eine große Hotelliste erfordert eine Sortierung nach bestimmten Kriterien

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Es gibt noch einen sehr wichtigen Punkt. Design features wie den Cover Flow erfordern den Zugriff auf Private API’s von Apple’s Entwicklungsumgebung. Laut “iPhone SDK Agreement” darf man nur auf Published APIs zugreifen. Es sieht also Apple nicht gerne wenn man Private API’s nutzt und es kann dazu führen, dass die App abgewiesen wird. Wenn nicht gleich beim ersten Mal (wie man ja bei dieser App sieht), dann vielleicht beim nächsten update.

Fazit: wir beobachten weiter und versuchen herauszustellen, wo Best-Practice umgesetzt wird. Aber noch sind wir ganz am Anfang.

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