Lufthansa’s Golden Rules of Mobile

In dem von EyeforTravel veröffentlichten neuen Report zum Thema Mobile Technology in Travel beschreibt die Studie zahlreiche sehr interessante Fallstudien von Reiseunternehmen, die Mobile Dienste und Anwendungen gerade umsetzen oder bereits umgesetzt haben, u.a.:

  • Sixt
  • Lufthansa
  • Rearden Commerce
  • Kayak
  • Lonely Planet
  • lastminute.com
  • British Airways
  • Egencia
  • TUI
  • SAS

Die Lufthansa hat hier sehr prägnant “Golden Rules of Mobile” aufgestellt, die sich aus der bislang 8-jährigen Erfahrung mit diesem Thema ergeben. Hier die Erkenntnisse zusammengefasst:

1.) Es braucht Management Attention für die Umsetzung der Mobilen Strategie und Projekte.

2.) Mobile Dienste sind nicht einfach nur die Miniatisierung der eigenen Webseite. Man muss sich Use Cases und deren Anforderungen für seine Mobilen Nutzer genau überlegen und spezifizieren.

3.) Vorhandene Prozesse zur Umsetzung der Mobilen Dienste müssen an die Mobilen Endgeräte angepasst und/oder neu aufgesetzt werden, da sie sich unterscheiden.

4.) Die Bedienbarkeit (usability) ist das A und O: einfach und schnell, optimiert für verschiedene Geräte. Lufthansa betont allerdings, dass nicht für alle verfügbaren Endgeräte im Markt optimiert werden sollte (aus Kostengründen). Smartphones bzw. “high end devices” (ca. 65% der Nutzung kommen bei Lufthansa von BlackBerry und iPhone) stehen nun im Mittelpunkt der Entwicklungen.

5.) Man sollte mit Kernfunktionen beginnen und dann schrittweise neue Funktionen hinzufügen.

6.) Die Endkunden müssen wissen, dass es den Dienst gibt. Mobile Marketing sollte also auf alle Fälle im Budget enthalten sein.

7.) Suchmaschinen als Ergänzung zu Mobile Marketing Kampagnen.

8.) Man sollte Experten (bspw. mvolution) als Berater für die Mobile Strategie und zur Umsetzung der Dienste hinzuziehen.

Diese Regeln können wir absolut unterstützen und führen sicherlich zum Erfolg jeder Mobilen Strategie.

Blitzer Warndienst RadAlert nun auf BlackBerry verfügbar

Wie viele Unternehmen, die sich dieser Tage mit dem Thema Mobile Applikationen befassen, wird zunächst eine iPhone App entwickelt, dann folgt eine Android und danach eine BlackBerry App. So auch der von Sixt e-ventures GmbH finanzierte Blitzer Warndienst RadAlert, der seit Juni nun auch auf dem BlackBerry ist.

Quelle: radalert

Quelle: radalert

Die Blitzerwarnung per BlackBerry funktioniert ganz einfach wie schon bei iPhone und G1: Autofahrer, die sich unangenehme Überraschungen und Punkte in Flensburg sparen wollen, können sich die Applikation auf das BlackBerry herunterladen, installieren und dann den akustischen oder den Vibrationsalarm aktivieren. Sobald sie sich einer gemeldeten Geschwindigkeitskontrolle nähern, erfolgt eine Warnung. Alle Blitzer auf der Strecke werden in einer Liste angezeigt.

Die Radarwarner RadAlert-Applikation für das Blackberry funktioniert ab Firmware 4.5.

TUI Mobiler Reisebegleiter für Mallorca

Das nenne ich Timing. Da habe ich vor wenigen Tagen über eine TUI (Leisure Travel) iPhone App geschrieben und jetzt gibt es den Mobilen Reisebegleiter für Mallorca von TUI Deutschland. Das größte deutsche Reiseunternehmen wagt sich in den Mobile Servicebereich und das gleich mit 2 unterschiedlichen Apps.

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Den TUI Reisebegleiter gibt es für Reisende, die im Zeitraum vom 1. August bis 31. Oktober 2009 nach Mallorca fliegen, also genau zur Urlaubszeit. Es ist für TUI ein Testballon, um Erfahrungen im schwer einzuschätzenden Mobile Business zu sammeln.

Das Tool erhält man über eine SMS mit einem Link zu einer mobilen Downloadseite, wenn man in einem Reisebüro der TUI gebucht hat und den Service nutzen will. Man kann aber auch manuell über www.tui-reisebegleiter.de den Reiseplan nachbearbeiten und sich die Handysoftware auf den PC laden (dann natürlich via Kabel oder Bluetooth aufs Handy übertragen!).

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Als herausragende Features sehe ich die Kontaktdaten der Reiseleitung mit Namen, TelNr. und Bild (!) und die Rückrufbitte per SMS. Ich habe es ausprobiert und bekam nach 15 Minuten einen Anruf der TUI. Ich konnte dann der netten Frau am Telefon mein Anliegen äußern (z.B. Zubuchung eines Mietwagens). Dieses Modell könnte ein wichtiger Ansatz in der Verbreitung von M-Commerce sein, d.h. das telefonische Cross-Selling aus einer Mobilen Applikation heraus.

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Weitere Feature sind:

  • Reiseplan (im wesentlichen Hoteldaten)
  • Reisebüroinfos
  • Betreuungsinfos
  • Reisetipps und kleiner Reiseführer
  • Karten in 3 Zoomstufen
  • 3-Tage Wetter
  • kleines Wörterbuch deutsch – spanisch
  • Sicherheitshinweise

Der Mobile Reisebegleiter ist eine Java App und kann über zahlreiche Endgeräte genutzt werden. Die dazugehörige iPhone App soll im August in iTunes erhältlich sein.

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