Mobile Applikationen – und wie man es nicht machen sollte

Normalerweise freue ich mich ja immer über den Einsatz von Mobile Media Types in der Touristik. Doch es gibt leider auch Negativ-Beispiele.

wtm_mobile_guide1Dazu zählt meiner Meinung nach der WTM Mobile Guide, die Mobile Applikation, die speziell zum World Travel Market gelauncht wurde. Gerade die WTM, die sich dieses Jahr offensichtlich das Thema “Mobile Travel Solutions” auf die Fahne geschrieben hat, jedenfalls wenn man die englischsprachige Presse verfolgt, bietet eine Applikation für Messeteilnehmer, die zu wünschen übrig lässt.

Die Anwendung ist einzig und allein mit Texten gefüllt. Die Lage von Restaurants in der Nähe wird beschrieben, anstatt sie einfach mit Kartenmaterial zu verknüpfen. Die Kontaktdaten (Mail & Telefon) sind nicht auswählbar, was bedeutet, dass sich der Nutzer die Daten erst notieren müsste, bevor er zum Beispiel eine Reservierung vornehmen möchte. Besonders interessant finde ich auch immer wieder den Hinweis: “Für mehr Informationen schauen Sie bitte in Ihren WTM Routenplaner.” Das heißt ich benötige zusätzlich einen Messeplaner, um auf bestimmte Informationen zuzugreifen. Warum dies nicht mit einer mobilen Webseite verknüpfen, welche genau diese Details liefert?

Mal abgesehen von den “Tipps” rund um die WTM, fällt der Inhalt zur WTM selbst auch ziemlich mager aus. Öffnungszeiten und allgemeine Informationen. Kein Hinweis auf die Programme, Veranstaltungen, Redner, etc.

Alles in allem wenig ansprechend. Bei der Anwendung fehlt in meinen Augen vor allem auch die Möglichkeit der Interaktivität. Einmal durchgeschaut bietet die Anwendung wenig Anreiz für die weitere Nutzung. Das sollte aber bei der Entwicklung das A und O sein.

Im Vergleich dazu ist die Software von Schmetterling Reisen (ich berichtete) wesentlich durchdachter. Es gibt Programminformationen, Infos zu den Produkten von Schmetterling, Hoteldetails, Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Restaurants, etc. Alles mit Beschreibungen, Fotos und auswählbaren Kontaktdaten. Doch bisher gibt es auch hier nicht die Möglichkeit, Updates durchzuführen. Dies soll jedoch in späteren Versionen berücksichtigt werden.

Die Schweizer Bundesbahn mit eigener iPhone Applikation

SBB

Quelle: SBB

Die SBB bietet seinen Fahrgästen ab nun auch eine kostenlose, jedoch mit vielen Funktionalitäten und Informationen bestückte Applikation für das iPhone. Diese kann über den App Store heruntergeladen werden. Sie ermöglicht Fahrplanabfragen und liefert Echtzeitinformationen, wie Bahnverkehrsinformationen, Verspätungen, alternative Verbindungen, Ausfälle, Gleiswechsel und Streiks.

Für die Suchabfrage können Bahnhöfe und Haltestellen, sowie Adressen oder Sehenswürdigkeiten eingegeben werden. Die Adressen kann der Nutzer direkt aus seinen Kontaktdaten im iPhone übernehmen. Zusätzlich bietet die Anwendung in Verbindung mit der GPS-Funktion des iPhones, die Darstellung des Start/Ziels auf einer Google Maps Karte. So können auch nahegelegene Bahnhöfe und Haltestellen gefunden werden. Die «Take me Home»-Funktion bringt Nutzer dank der GPS-Unterstützung, von jedem Ort in der Schweiz auf dem besten Weg nach Hause.

Die Anwendung speichert alle Verbindungen so das bspw. Pendler ein und die selbe Strecke nicht permanent eingeben müssen.

Der Online-Fahrplan umfasst städtische, nationale und internationale Daten, so dass ÖV-Nutzer auch im Ausland nicht auf den Komfort dieser Anwendung verzichten müssen.

Über ein integriertes RSS-Feed können auch aktuelle Meldungen, SBB Pressemitteilungen und Tipps und Tricks abgerufen werden.

Den SBB Online-Fahrplan für das iPhone gibt es auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

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