Deutsche Bahn, Qype, Lonely Planet und HRS für Nokia Ovi Maps

4. September 2009

Gestern endete in Stuttgart die Nokia World 2009. Nokia hat in Sachen Anwendungen einiges aufzuholen und vereinfacht nun die Entwicklung von Ovi Apps. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Interaktion von Content und Services mit dem Kartendienst Ovi Maps. Die technische Basis bilden, im Gegensatz zu nativen Anwendungen wie die Programmierung auf C++ für Symbian und Windows Mobile, Java für BlackBerry und J2ME oder Objective-C für iPhone, bekannte Web-Technologien wie HTML, CSS und JavaScript, die durch das neue Ovi SDK Beta einen wesentlich geringeren Entwicklungsaufwand versprechen.

Einige Reiseanwendungen, darunter die Deutsche Bahn und HRS, sind bereits entwickelt und gestern auf der Nokia World 2009 dem Publikum vorgestellt worden (siehe Video). Hier geht Nokia einen konsequenten Weg und verknüpft Inhalte, Kartendaten und Mehrwertdienste zu einem kontext-orientierten Gesamtportfolio. Wann diese Anwendungen allerdings für die User tatsächlich verfügbar sind, hat Nokia nicht verraten.


M-Commerce und Mobile Ticketing

6. Mai 2009

mobile zeitgeist – DAS deutsche Blog zum Thema Mobile – hat jetzt die zweite Ausgabe seines eMags mobile zeitgeist Special veröffentlicht.

2009-05-mzspecial1Neben den Themen Mobile Banking und Mobile Payment werden auch die beiden Bereiche M-Commerce und Mobile Ticketing an Beispielen aus der Reisebranche erläutert.

Stefanie Heucke von Lufthansa erläutert bspw., dass die Lufthansa  3 Anläufe brauchte, um die Mobile Bordkarte zu etablieren. Mit heute immerhin 75.000 Nutzern im Monat (inkl. meiner Person –> darüber werde ich im nächsten Beitrag berichten) hat die Mobile Boardkarte tatsächlich eine akzeptable Masse erreicht.

Die Deutsche Bahn (Mathias Hüske) erklärt das etablierte Handy-Ticket sowie das neue Touch&Travel System und Madlen Ehrlich beschreibt Strategien zur Einführung des M-Tourismus in Unternehmen der Reisebranche.

Also, wer sich den benannten Themen nähern und interessante Beiträge lesen will, dem empfehle ich diese Lektüre.


SBB bietet Handy-Ticket über Java-Applikation

25. Februar 2009

Die Schweizerische Bundesbahnen SBB ermöglicht ihren Kunden jetzt den Kauf von mobilen Bahntickets über eine Java-Applikation. Auch die Deutsche Bahn bietet seit Mitte 2006 das Handy-Ticket an. Der kleine aber feine Unterschied liegt im Übertragungs- und Darstellungsmedium. Während die Deutsche Bahn nach wie vor die MMS als Transportkanal für das Handy-Ticket nutzt, ist beim SBB MobileTicket Shop eine Java-Anwendung dafür verantwortlich, das Ticket zu übertragen und darzustellen.

Quelle: http://www.sbb-mobileworld.ch

Quelle: http://www.sbb-mobileworld.ch

Bei beiden Systemen muss sich der Kunde vorher registrieren. Der Deutsche Bahn Kunde nutzt die mobile Webseite http://mobile.bahn.de und kauft für eine bestimmte Verbindung seine Fahrkarte, die dann als MMS auf das Handy gesendet wird. Dies funktioniert nur, wenn das Mobiltelefon MMS empfangen kann. SBB Kunden hingegen laden sich die J2ME Anwendung auf ihr Handy, suchen sich die Verbindung heraus, kaufen das Ticket und bekommen direkt in die Anwendung den Barcode eingespielt. Zwar gibt es auch bei der SBB das MMS-Ticket, aber ich glaube, MMS wird an Bedeutung verlieren, wenn es je eine hatte.

Fragt sich, wann die Deutsche Bahn das Handy-Ticket in den DB Railnavigator integriert?


DB Touch and Travel ab 2009 in Schleswig Holstein

4. November 2008

Die Bahn weitet ab 2009 das Testprogramm für sein eTicketing-Verfahren Touch and Travel auf Schleswig-Holstein aus. Auf der Strecke Lübeck-Kiel sowie im Stadtgebiet Eutin wird das NFC-Verfahren erprobt.

Im Gegenzug zu den Tests in Berlin / Postdam, sind die Tests in Schleswig-Holstein noch in der Pilotphase. Für Testpersonen heißt dass, das sie jederzeit ein gültiges Ticket bei sich führen müssen.

Interessierte können sich als Testpersonen auf touchandtravel.de anmelden.


Nächste Testphase für DB Touch & Travel

6. Oktober 2008
Die Bahn

Quelle: Die Bahn

Touch&Tavel, das Mobile Ticketing Verfahren der Bahn, geht in die zweite Pilotphase. Das mTicketing-Verfahren basiert auf der NFC-Technologie.

Während die Testpersonen in der ersten Phase noch parallel ein gültiges Ticket kaufen mussten, findet die nun anlaufende Testphase unter realen Bedingungen statt. Touch&Travel gilt dann als echte Fahrtberechtigungen samt Abrechnung der Fahrten über die Mobilitätsrechnung.

Dazu muss der Nutzer lediglich die Touch&Travel-Taste auf dem von der Bahn zur Verfügung gestelltem Motorola-Handy drücken und das Handy dann an die an Bahnhöfen und Haltestellten aufgestellten Touchpoints halten. Dann wird noch die Klasse auf dem Mobiltelefon ausgewählt und die Anmeldung auf dem Handy bestätigt.

Während der Pilotphase wird die Strecke Berlin – Hannover für den Fernverkehr und Potsdam sowie Berlin im Öffentlichen Personennahverkehr (Bus, S-Bahn, U-Bahn oder Tram) getestet. Unterwegs können Kontrolleure die Daten mit Hilfe eines mobilen Gerätes abrufen.

Die Bahn sucht noch 500 Testpersonen. Interessierte können sich hier anmelden.


DB Railnavigator mit neuen Funktionen

21. September 2008

Die Handy-Software Railnavigator von der Bahn wurde in der neuen Version um einige nützliche Features erweitert: Abfahrtstafeln für eigene Verbindungen, Zwischenhalte, Pünktlichkeitsprognose, Gleisinformationen und Bahnhofslagepläne.

Abfahrtstafel - Gleisinformation - Bahnhofslageplan

Abfahrtstafel - Gleisinformation - Bahnhofslageplan

Der Download der kostenlosen Applikation erfolgt über die mobile Webseite der Bahn http://mobile.bahn.de. Über die Software können auch Tickets (samt Sitzplatzreservierung) gekauft werden, die der Nutzer anschließend per MMS erhält.


MoMo Frankfurt #2 – Mobile Internal Communication bei der Bahn

3. September 2008

Beitrag von Heiko Sasse, Entwicklungsleiter Mobile Endgräte bei der Bahn: Informationssysteme zur Verbesserung der Kommunikation bei Unregelmäßigkeiten

Die Bahn verfügt über eine Plattform namens RIS (ReisendenInformationsSystem). Dieses komplexe System trägt maßgeblich zum verbesserten Informationsmanagement bei. Über unterschiedliche Kanäle werden Soll- und Ist-Daten zusammengetragen, verarbeitet und als aufbereitete Reiseinformationen an die entsprechenden Empfänger verteilt.

Die Ist-Daten, und das war für mich neu, stammen von Zugbegleitern und Triebfahrzeugführern. Dafür werden diese mit mobilen Endgeräten ausgestattet.

Zugbegleiter der Bahn nutzen den sogenannten RIS-Communicator, ein Nokia Smartphone, auf dem eine spezielle Applikation installiert ist.

Screenshot der Applikation auf dem RIS Communicator

Screenshot der Applikation auf dem RIS Communicator

Durch diese Anwendung wird die Kommunikation mit den Zugbegleitern optimiert. Die Informationen des Zugbegleiters (z.B. die Abfahrtszeit am Bahnhof) werden von der Anwendung automatisch in eine verkürzte Form, gebracht, so dass sie problemlos per SMS versendet werden kann. Gleichzeitig werden in dieser kryptischen Form auch Informationen empfangen, von der Software ausgelesen und übersichtlich angezeigt. So sendet die Bahn bspw. Anschlussansagen per SMS an den Zugbegleiter. Die Textnachrichten werden mit einer Kennung übermittelt, so dass die Anwendung auf dem RIS-Communicator diese als solches erkennt, entschlüsselt und automatisch als lesbaren Text anzeigt.

Die Kommunikation per SMS wurde bei Einführung des RIS gewählt, weil die Datenübertragung auch bei geringer Netzabdeckung funktioniert und zum anderen relativ Kosten sparend ist. Zukünftig soll RIS aber auch um GPRS-Datenübertragungsmöglichkeiten erweitert werden.

Die Triebfahrzeugführer sind mit dem RIS-Tf, einem PDA der u.a. GPS-fähig ist, ausgestattet. Durch die darauf installierte Software kann das Gerät weitgehendst selbstständig per SMS kommunizieren, wenn es nicht zur vorgegeben Zeit an einem entsprechendem Punkt angelangt ist.

Die übermittelten Daten des RIS-Communicator und des RIS-Tf gehen zeitnah bei der Transportleitung ein und können mit den Soll-Daten abgeglichen werden. Ergeben sich Veränderungen, werden diese aufbereitet und an folgende Empfänger(-systeme) weitergeleitet:

RIS ist also einerseits ein intelligentes System, welches die Kommunikation mit dem Bahnpersonal vereinfacht und strukturiert. Anderseits ermöglicht es aber auch, aus gewonnen Hardfacts, wie Herr Sasse sie genannt hat, zuverlässige und für den Reisenden verständliche Informationen (z.B. Verspätungsmeldungen) zu machen.

Mit diesen Informationen im Hinterkopf wird sich wohl demnächst jeder mir bekannte Bahn-Nörgler erst ein mal einen Vortrag über die Komplexität solcher Informationssysteme anhören müssen ;-) Ich freu mich schon jetzt darauf!

Vielen Dank noch einmal an Herrn Sasse für den Screenshot.