Appetit auf Mobile Travel Services steigt

10. November 2009

Das GDS Unternehmen Sabre stellt in seiner jüngst veröffentlichten Umfrage Global Trends Survey heraus, dass sich die Reiseindustrie gerade in einem Wettrennen um Mobile Services und Dienste nach der Buchung befindet: „Industry Races to Deliver Mobile Applications and Post-Booking Solutions„.

Folgende Feature haben laut Umfrage das stärkste Interesse sowohl bei Geschäfts- als auch Urlaubsreisenden:

  • Flugstatusinformationen (72 %)
  • Wettervorhersagen (68 %)
  • Hotelumgebung auf einer Karte anzeigen (67 %)
  • Flight performance [kann ich nicht interpretieren] (65 %)
  • Informationen zum Ziel und City Guides (64 %)

Interessant sind auch die Ergebnisse des Vergleichs Europa mit Nordamerika, in dem sich zeigt, dass mehr Europäer bestimmte Dienste wollen, als Nordamerikaner:

  • 71 % der Europäer wollen mit dem Mobilen Gerät einchecken, verglichen zu 64 % Nordamerikaner.
  • 64 % der Europäer würden gerne mit dem Mobilen Gerät einen Sitzplatz im Flugzeug wählen, verglichen zu 59 % Nordamerikaner.
  • 55 % der Europäer wollen ihr Reisegepäck mobil verfolgen lassen, bei den Nordamerikanern nur 45 %.
  • 54 % der Europäer würden gerne mit ihrem Smartphone bei Flügen in eine höhere Klasse umbuchen, verglichen zu den 44 % der Nordamerikaner.

Diese Ergebnisse verwundern mich nicht sonderlich, denn den Nordamerikanern stehen derart Dienste teilweise schon zur Verfügung, den Europäern weniger, so das sie natürlich ein größeres Bedürfnis danach haben.


FTI als erster Veranstalter mit QR-Codes im Katalog

9. November 2009

Gerade hatte ich den Beitrag über die Kampagne von Austrian Airlines veröffentlicht, da lese ich auf fvw.de die Nachricht, dass der Veranstalter FTI in seinen neuen Katalogen QR-Codes neben jeder Katalog-Beschreibung abdruckt. Das ist für die deutsche Veranstalterlandschaft sensationell, da bislang kaum eines der Reiseunternehmen aus dem Urlaubssegment etwas mit Mobilen Diensten macht (außer TUI und ein paar Onliner).

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Quelle: fvw.de

QR-Codes sind schon länger Bestandteil von Printmedien, um den Leser auf das Mobile Medium zu führen. Die Idee, QR-Codes auch im Reise-Katalog zu integrieren, hatte man auch schon 2008 auf der ITB gesehen. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis es Realität wurde. Da ich gerade keinen Katalog von FTI zur Hand hatte, habe ich einfach den Code von dem Bild oben mit dem NeoReader abfotografiert. Das Ergebnis sieht man hier:

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Hinter dem QR-Code verbirgt sich eine Information, bspw. eine URL für eine Landing-Page. In diesem Fall eine sehr übersichtlich gestaltete und nur mit den wichtigsten Informationen ausgestattete Mobile Webseite zum entsprechenden Reiseangebot im Katalog. Der Kunde kann zusätzlich Reisetermine, Verpflegungsart sowie Abflughafen festlegen und sich den aktuell verfügbaren Preis (der vom Katalogpreis abweichen könnte???) abzeigen lassen. Dieses Angebot kann man an eine Email-Adresse weiterleiten. Der Empfänger erhält dann eine Email zum Angebot, die auf eine für den Desktop geeignete Seite leitet.

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„Geschäftsführer Boris Raoul meint, dass es als moderner Reiseveranstalter dazugehöre, das moderne Medien den Reisepreis ermitteln können. Die Technik dazu habe man hausintern entwickelt.“ (fvw.de)

Als zusätzliche Idee: schickt doch diese Nachricht auch zu Facebook und Twitter. Dann wird der virale Effekt u.U. noch größer. Alles in allem eine zukunftsträchtige Idee und gute Umsetzung!


Austrian Airlines mit QR-Code Kampagne

9. November 2009

Wer etwas über QR-Codes wissen will, dem empfehle ich den Mobile-Tagging Blog, der heute auch über die QR-Code Kampagne von Austrian Airlines berichtet. Hier ein kurzer Auszug:

„…Die seit ca. 4 Wochen laufende Kampagne ist eine der größten Mobile Tagging Marketingkampagnen Europas und erzielt bisher äußerst erfolgsversprechende Klickraten. Dies liegt neben der massiven Plakat- und Zeitschriftenwerbung vor allem auch an dem gelungen mobilen Content, der dem Nutzer in vielerlei Hnisicht Mehrwerte ermöglicht…“


Iberia mit mobiler Bordkarte

8. November 2009

Nun hat auch Iberia u.a. auf deutschen Flughäfen (Barcelona, Madrid, Bilbao, Amsterdam, Stockholm, Düsseldorf, Genf, Prag, Zürich, Frankfurt, München und Berlin) die Infrastruktur für die mobile Bordkarte geschaffen. Auf der Webseite wird sogar ein Video geteasert, was leider nicht mehr online ist :-(

Zum Glück gibt es aber noch eine ausführliche Texterklärung, wie man an die mobile Bordkarte gelangt. Über den Online Check-in auf der Desktop-Webseite kann man am Ende des Prozesses zwischen der Email-Zusendung und dem mobilen Download des 2D-Barcodes entscheiden.

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Quelle: iberia.com

Ich habe auch gleich geschaut, ob über die mobile Webseite iberia.mobi ein Mobiler Check-in möglich ist. Ja, zumindest befindet sich im Hauptmenü ein Link zum Check-in, der allerdings nach zwei Klicks nur noch einen weißen Bildschirm anzeigt :-(

Hier wird wieder einmal klar, dass selbst große Airlines beim Thema Mobile Services schlichtweg überfordert sind. Ich kann nur raten, bei solchen Projekten Spezialisten, die sich mit dem Thema auskennen, einzubeziehen. Eine schlechte Umsetzung führt zur Frustration des Endkunden und zum allgemeinen Image, dass das Mobiltelefon / Smartphone für derart Services ungeeignet ist. Dem ist aber bei weitem nicht so! Eine gute Einstiegslektüre (geschrieben von Experten) findet man hier.

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Reisekostenabrechnung auf dem iPhone

5. November 2009

Schon unterwegs seine Reisekostenabrechnung erledigen zu können, wäre in manch Situation eine Erleichterung. Concur, ein Spezialist für Reisekostenmanagement, hat jetzt eine iPhone App veröffentlicht, mit der man genau das machen kann.

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Quelle: iTunes

Die Anwendung ist momentan nur in Englisch verfügbar. Ich habe sie heruntergeladen, kann aber mit ihr nichts anfangen, da man Kunde bei Concur sein und sich vor Nutzung einloggen muss. Laut dem Text in iTunes ist es mit Concur Mobile möglich, Reisepläne zu organisieren, Belege zu fotografieren, Reiseanträge sowie Reisekosten zu genehmigen oder ein Taxi zu bestellen und Tisch zu reservieren. Mal sehen, wann eine deutsche Version erscheint.

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Hotelzimmer ersteigern mit Hotel Negotiator

2. November 2009

Über ebay kann man ja schon länger Reiseprodukte aller Art ersteigern, auch Hotelzimmer. Was aber bei ebay nicht geht, sind ortsbezogene Auktionen. Was das heißt? Ich nehme mein iPhone, suche Hotels in meiner Umgebung und gebe dann den maximalen Preis ein, den ich bereit bin, für X Nächte zu zahlen.

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Das geht wahrscheinlich mit dem Hotel Negotiator, einer iPhone App von priceline.com. Ich konnte es allerdings nicht ausprobieren, da für Jena keine Hotels gefunden wurden. Die Idee ansich ist ja gar nicht so schlecht, aber Auktionen laufen in der Regel über einen gewissen Zeitraum. Location Based Services sind ihrem Wesen nach nicht nur Dienste, bezogen auf die nähere Umgebung (dem Hier), sondern auf den aktuellen Zeitpunkt (dem Jetzt). Stellt sich also die Frage, wann eine solche Zimmerauktion beendet ist und man den finalen Preis erfährt. Bleibt wohl vorerst eine nette Idee…


Google Maps Navigation für Android 2.0

28. Oktober 2009

Gerade lese ich, dass Google eine Navigation App (Beta) für Android 2.0 herausgebracht hat. Dies könnte eine echte Killer App für Reisende werden, da sie kostenlos ist und laut Video sehr interessante Feature wie Spracheingabe, StreetView, Staumeldungen oder Point of Interest Suche bietet. Ich war gestern in London und hätte die App gut gebrauchen können. Oder doch nicht?

Zumindest für Auslandsreisen absolut nicht. Denn ich hätte für das Roaming vermutlich ca. 1.600 Euro bei Nutzung von Orange UK oder 600 Euro bei T-Mobile UK bezahlt. Google verfolgt bei seinen Mobilen Diensten die Strategie, möglichst viele Daten auf dem Server zu halten und erst zu holen, wenn es notwendig wird. D.h. aber auch, dass Navigation Apps sehr viel Datenvolumen über die Mobilfunkprovider „ziehen“. Basis für die genannten Zahlen bildet eine Kalkulation der aktuellen UMTS Roamingpreise von T-Mobile multipliziert mit der Datenmenge (ca. 120 MB), die ich benötigt habe, um meine Routen in die iPhone App namens Offmaps zu laden.

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Offmaps ist ein Mappingtool, mit dem man bestimmte Kartenausschnitte oder Routen herunterladen und dann offline nutzen kann. Super bei Auslandsreisen, aber gefährlich beim Fahren (!) insbesondere bei Linksverkehr (!), da es keine echte Navigation ist, sondern nur ein Mappingtool. Man muss also permanent selber darauf achten, noch auf dem richtigen Weg zu sein. Also Obacht und Nutzung nur auf eigenes Risiko ;-)


Mobile Technologien praxisnah erläutert

28. Oktober 2009

Gestern ist die vierte Ausgabe des mobile zeitgeist SPECIALS auf mobile-zeitgeist.com erschienen. mobile zeitgeist SPECIAL ist ein Online-Magazin, das mit praxisrelevanten Beiträgen, geschrieben von Experten aus der Branche, zum allgemeinen Verständnis Mobiler Sachverhalte beitragen will. Wer also mobile Dienste / Applikationen plant oder bereits am Umsetzen ist, sollte auf alle Fälle diese Lektüre (sowie die drei vorherigen Ausgaben) lesen.

Quelle: Mobile Zeitgeist

Quelle: Mobile Zeitgeist

In der aktuellen Ausgabe geht es um Mobile Technologien, ist also schwerpunktmäßig technisch ausgerichtet und beinhaltet Beiträge zu Betriebssystemen, Plattformen, Endgeräten, native Applikationen, Widgets, Android bei der Deutschen Bahn, RIMlets, dem Vergleich von Entwicklungsaufwänden sowie Location Based Services und Barcodes.


Hotel Reservation Service (HRS) mit iPhone App

21. Oktober 2009

Im April hatte ich bereits einen Artikel über die BlackBerry App von HRS geschrieben (der bis heute der meistgelesene Artikel im Blog ist). Nun schiebt HRS die lang erwartete iPhone App mit dem Namen HRS Hotel Organizer nach. Das Design und die Funktionalitäten sind ähnlich, aber mit Adaptionen für das iPhone.

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Da die App komplett nativ ist, also nicht auf eine Webseite verlinkt oder Webinhalte nutzt, läuft alles sehr flott. Die Reservierung von Hotelzimmern kann man in weniger als 1 Minute umsetzen. Hat man einmal sein Profil gespeichert (Kreditkarteninfos werden nicht gespeichert), also einmal gebucht, ist die Reservierung noch schneller machbar.

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Nach der Buchung sieht man im Homescreen seine aktuellste Reservierung und hat darauf auch offline sofort Zugriff,  um bspw. Taxifahrern mitzuteilen, wohin er / sie fahren soll. Darüber hinaus gibt es die wichtigsten Funktionen, die auch von hrs.de bekannt sind, wie Filtern und Sortieren nach Preis, Hotelsternen und Bewertungen. Nicht zu vergessen ist die wichtigste Funktion, die Hotel Umkreissuche. Sie zeigt im Ergebnis nur frei verfügbare Hotels im Umkreis und Echtzeitpreise als Standard, Exklusiv- und Hot Deal-Preise an. Gesuchte Reiseziele werden gespeichert und können bei der nächsten Suche gleich aufgerufen werden. Die App gibt es in 9 verschiedenen Sprachen. Viel Spaß…


Air Canada mit erster Blackberry Anwendung einer Airline in App World

20. Oktober 2009

Ich lese heute bei jaunted.com, dass Air Canada Wins Race For First North American Airline BlackBerry App. Meiner Meinung nach hat Air Canada das Rennen auch weltweit gewonnen, denn ich kann nur eine Airline-Anwendung in der Blackberry App World finden, und das ist besagte Air Canada.

Quelle: Blackberry App World

Quelle: Blackberry App World

Anfangs dachte ich, dass es sich wieder einmal um eine Launcher App handelt, d.h. nur zum Start der Mobilen Webseite dient. Aber diesmal nicht. Die App ruft zwar zum größten Teil innerhalb der Anwendung Webinhalte auf (Minuspunkt), aber als Nutzer verlässt man die Anwendung nicht, um weitere Dienste nutzen zu können (Pluspunkt). Ich vermute, dass dies in Zukunft öfters zu sehen sein wird; Apps als Browser für spezielle Seiten (weil man die Investitionen für native Inhalte scheut?).

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Es gibt natürlich auch eine iPhone App, die ähnliche Funktionen wie die Blackberry App hat. Kernfunktionen sind die Suche nach Flugverbindungen und Flugpläne, Statusmeldungen zu einzelnen Flügen, aktuelle Nachrichten, Check-In und sogar Google Mobile. In der iPhone Version kann man darüber hinaus Mietwagen von Avis und Budget buchen, Flüge jedoch in keiner der beiden Versionen.

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Interessant fand ich den Menüansatz im Blackberry. Vermutlich wurde die iPhone App zu erst konzipiert und danach für Blackberry. Denn man hat offensichtlich die Standard Tab bar, die man typischerweise in vielen iPhone Anwendungen unten wiederfindet, ebenfalls mit denselben 5 Menüpunkten nachgebaut, aber oben positioniert. Das finde ich ganz gut  gelungen. Alles in allem ein guter Ansatz von Air Canada. Wenigstens eine Airline, die die „fast“ echte App für sich entdeckt hat.

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